Wenn dir das hier gefiel …
SØG. Dunkel liegt die See
Key Facts
Kritik
Kaum habe ich die ersten Seiten von „SØG. Dunkel liegt die See“ aufgeschlagen, hat mich die düstere Stimmung der nordischen Küste sofort gepackt. Die Geschichte wirft dich mitten hinein in einen mysteriösen Fall: Auf einem verlassen treibenden Küstenschiff werden Spuren von Gewalt entdeckt, und nur ein Überlebender bleibt zurück – doch kann man ihm wirklich glauben? Nina Portland, diese unbeirrbare Kapitänstochter mit ihrem rauen, aber sympathischen Charme, nimmt die Ermittlungen auf und lässt dich ihre Welt an der stürmischen Nordsee hautnah miterleben.
Was den Krimi so besonders macht, ist Nina selbst. Ihre Mischung aus Hartnäckigkeit, cleverem Instinkt und einer spürbaren Verbundenheit mit dem Meer hebt die Geschichte aus der Masse der skandinavischen Thriller heraus. Jens Henrik Jensen schreibt dabei klar und schnörkellos, aber mit einem treibenden Tempo, das einen nicht loslässt. Man kann richtig fühlen, wie salzige Luft und Gischt an deinen Wangen kratzen. Zwischendurch gibt’s flotte Dialoge und Einblicke in ein internationales Beziehungsgeflecht, die für zusätzliche Würze sorgen.
Natürlich hätte die Story hier und da gern etwas knackiger sein können – manche Passagen zogen sich für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr in die Länge, und ein paar Charaktere bleiben etwas blass. Wer auf knallharte Action wartet, könnte auch enttäuscht sein, denn der Fokus liegt klar auf Detailarbeit und subtilen Spannungsbögen.
Alles in allem ist „SØG. Dunkel liegt die See“ ein solider Start in eine neue nordische Krimireihe, der mit sympathischer Heldin und maritimer Atmosphäre punktet. Perfekt, wenn ihr Lust auf keinen Mainstream-Schocker, sondern eher auf eine spannungsgeladene, atmosphärische Geschichte habt, die längst nicht alles auf Anhieb verrät. Ich gebe solide 3,5 Sterne – und bin gespannt, wie es mit Nina weitergeht.
Klappentext
Chaotisch, clever und absolut unbeirrbar: Kapitänstochter Nina Portland bringt frischen Wind in die skandinavische Krimiszene
Der Auftakt von Jens Henrik Jensens Nina-Portland-Trilogie
Verlassen treibt ein Küstenschiff auf hoher See. An Deck ist es ganz still. Und dieser süßliche Geruch über den Planken … Im Hafen von Esbjerg scheint sich ein düsterer Verdacht zu bestätigen. Ermittler finden an Bord Blutspuren und Reste von Haut und Kleidung. Einziger Überlebender ist der Seemann Vitali Romaniuk. Hat der Russe seine Kameraden kaltblütig mit einer Axt ermordet? Aus Mangel an Beweisen wird er freigesprochen. Der Fall des »Axtschiffs« wandert zu den Akten. Nur die junge Ermittlerin Nina Portland gibt sich damit nicht zufrieden. Das Lächeln des Seemanns lässt ihr keine Ruhe. Als sie ihm viel später zufällig begegnet, setzt sie sich auf seine Spur. Und findet heraus, dass das, was damals nachts auf der MS Ursula geschah, erst der Anfang war.
»Internationales Ränkespiel, Drama, Mord – und eine großartige Liebeserklärung an Esbjerg.« JydskeVestkysten
»Ich habe eine große Schwäche für Nina Portland. Sie stammt aus einer Familie von Seefahrern und das Leben an der schroffen Nordsee hat sie geprägt. Vielleicht rührt daher ihre besondere Willensstärke, ihr hartnäckiges und unbeugsames Wesen – denn das ist es, was diese Serie antreibt.« Jens Henrik Jensen
Alle Bände der SØG-Reihe:
Band 1: Dunkel liegt die See
Band 2: Schwarzer Himmel
Band 3: Land ohne Sicht
Von Jens Henrik Jensen sind bei dtv außerdem die skandinavischen Thriller-Serien OXEN und EAST erschienen.