Wenn dir das hier gefiel …
Peterchens Mondfahrt
Key Facts
Kritik
Kaum schlägt man „Peterchens Mondfahrt“ auf, fühlt man sich sofort wie zurück in die zauberhafte Welt der Kindheit katapultiert – voller Fantasie, Abenteuerlust und einer milden Portion Magie. Die Geschichte nimmt einen mit auf eine ungewöhnliche Reise: Peter und Anneliese begleiten den Maikäfer Herr Sumsemann bis zum Mond, um sein sechstes Beinchen zurückzuholen. Klingt verrückt? Ist es auch – aber auf die liebenswerte Art.
Die Figuren sind charmant und gut gezeichnet: Peter und Anneliese sind typisch mutige Kinder, die mit echter Neugier und Herzblut bei der Sache sind. Herr Sumsemann sticht als eigenwilliger Begleiter heraus, der die Geschichte zwischen kindlicher Wunderwelt und leicht schelmischer Komik balanciert. Gerdt von Bassewitz’ Schreibstil liest sich locker, ohne flapsig zu sein – ein Balanceakt, der hier wunderbar gelingt und das Märchen für alle Altersklassen zugänglich macht.
Was mir besonders gefallen hat, ist die warme Atmosphäre, die trotz der Herausforderungen der Reise nie verloren geht. Man spürt den Spaß, den die Autor:innen am Erzählen hatten, und das überträgt sich sofort auf die Leser:innen. Einziger kleiner Wermutstropfen: Die ein oder andere Passage wirkt heute ein bisschen altbacken und könnte junge Leser:innen vielleicht etwas bremsen, aber das fällt kaum ins Gewicht, wenn man erst einmal drinsteckt.
Kurz gesagt: Wer Lust auf eine nostalgische, zauberhafte Geschichte mit einer guten Portion Abenteuer und Herz hat, findet mit „Peterchens Mondfahrt“ genau das Richtige. Ein Klassiker, der sich auch heute noch wunderbar lesen lässt – und definitiv eine Empfehlung wert ist. Vier von fünf Sterne!