Wenn dir das hier gefiel …
Der Sündenbock
Key Facts
Kritik
Kaum hatte ich das Buch aufgeschlagen, hat mich Jack Reacher sofort wieder in seinen Bann gezogen – dieser lässige, zähe Einzelgänger, der einfach nie locker lässt. In „Der Sündenbock“ landet Reacher in einer Kleinstadt, wo eine digitale Erpressung das Leben aller auf den Kopf stellt und er ganz plötzlich mitten im Geschehen steckt. Der junge Mann, den er schützt, wird schnell zum Feindbild, denn hinter der Computerattacke steckt mehr, als man auf den ersten Blick ahnt. Natürlich ist Reacher genau der Richtige, um das Chaos aufzuräumen – und ich fand es großartig, wie die beiden Autoren Lee und Andrew Child dem Klassiker neues Leben einhauchen.
Der Schreibstil bleibt typisch Jack Reacher: prägnant, direkt und immer mit diesem gewissen Understatement, das den Charakter so sympathisch macht. Besonders gefallen hat mir, wie die Geschichte trotz ihrer Spannung nie zu überladen wirkt. Man spürt förmlich Reachers stoische Ruhe und seinen instinktiven Gerechtigkeitssinn, plus den trockenen Humor, der die ernste Atmosphäre immer wieder auflockert. Apropos Humor – ja, auch in einem knallharten Thriller darf mal gelacht werden.
Klar, wer schon einige Reacher-Bände gelesen hat, wird manches schon kennen – das Rad wird hier nicht neu erfunden. Manchmal lässt die Story ein paar kleinere Logiklöcher zu und an manchen Stellen hätte der ein oder andere Cliffhanger gerne etwas knackiger sein dürfen. Aber hey, das tut der Spannung kaum einen Abbruch, im Gegenteil, es hält die Seiten im Flug.
Für alle, die Lust auf einen spannenden Mix aus Cyberkrimi und klassischem Actionthriller haben, ist „Der Sündenbock“ genau das Richtige: flott erzählt, mit sympathischen Figuren und einem Helden, der sich trotz aller Widrigkeiten nicht unterkriegen lässt. Ein kurzweiliger Lesespaß, der Lust auf mehr macht – für Fans und Neulinge gleichermaßen.
4 von 5 Sternen – weil Jack Reacher einfach immer zieht und die Doppelspitze Child hier einen soliden, temporeichen Thriller abgeliefert hat. Wer Nervenkitzel mit Köpfchen sucht, sollte zugreifen!
Klappentext
"›Der Sündenbock‹ zeigt, dass zwei Childs noch besser sind als einer." James Patterson
Der ehemalige Militärpolizist Jack Reacher reist ziellos durch die USA, und so landet er in einer Kleinstadt, in der ihn seine Mitfahrgelegenheit absetzt. Kurz darauf beobachtet er, wie ein junger Mann von einigen Schlägern verfolgt wird – und greift ein. Dann erfährt Reacher, dass alle Computersysteme der Stadt gehackt worden sind und dass die Bürger Reachers neuen Schützling dafür verantwortlich machen. Die Hacker verlangen mehrere Millionen Dollar als Lösegeld, doch selbst das ist nur die Spitze des Eisbergs. Es geht um viel mehr! Aber die Verbrecher haben nicht mit Jack Reacher gerechnet.
Dieser "New-York-Times"-Platz-1-Bestseller ist der 25. Fall der SPIEGEL-Bestsellerserie um Jack Reacher. Verpassen Sie nicht die anderen eigenständig lesbaren Jack-Reacher-Romane wie zum Beispiel "Der Bluthund" und "Die Hyänen.
Kennen Sie auch schon den Story-Band "Der Einzelgänger"? Unverzichtbar für alle, die noch mehr über Jack Reacher lesen wollen!