New Beginnings: Roman (Green Valley Love 1)
Kritik
Manchmal braucht es einfach eine kleine Flucht aus dem Alltag – und genau das liefert Lilly Lucas mit „New Beginnings“. Lena, ein echtes Großstadtmädchen aus Berlin, landet als Au-pair mitten in der verschlafenen Kleinstadt Green Valley in den Rocky Mountains. Klingt erstmal nach Kulturschock, oder? Doch gerade dieser Gegensatz macht die Geschichte so charmant und absolut mitreißend.
Im Zentrum stehen Lena und Ryan, der Bad Boy der Stadt, dessen einstiger Traum von einer Profikarriere auf der Skipiste zerplatzt ist. Die Chemie zwischen den beiden knistert förmlich, und der langsame Aufbau ihrer Beziehung fühlt sich echt und unverkrampft an – kein übertriebenes Drama, sondern ein ganz natürlicher Fluss voller kleiner Reibereien und zarter Annäherungen. Neben der prickelnden Liebesgeschichte gibt es auch viel Herzlichkeit durch die liebevolle Darstellung der Gastfamilie, die dem Buch eine warme Atmosphäre gibt.
Lucas’ Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, dabei ohne oberflächlich zu wirken. Die Beschreibungen der Landschaft und der Kleinstadt sind so lebendig, dass man fast selbst die frische Bergluft riecht. Besonders cool fand ich, wie die Charaktere trotz ihrer Klischees (das Großstadtmädchen, der verletzte Bad Boy) sehr menschlich bleiben und sich weiterentwickeln – man fiebert richtig mit.
Klar, Abwandlungen vom typischen New-Adult-Schema bleiben nicht aus, und wer auf hochdramatische oder extrem ungewöhnliche Geschichten steht, könnte hier mitunter ein bisschen zu viel Vertrautes finden. Aber eben genau dieses Wohlfühl-Potenzial macht das Buch zum perfekten Easy-Going-Lesestoff.
Fazit: Wer Lust auf eine unkomplizierte, romantische Geschichte mit sympathischen Figuren, ein bisschen Western-Cowboy-Flair und einer ordentlichen Portion Herz hat, ist hier goldrichtig. „New Beginnings“ ist wie eine sanfte Umarmung für zwischendurch und macht Lust auf mehr von Green Valley.
4 von 5 Sternen – leicht, charmant und einfach zum Wohlfühlen.