Onyx Storm – Flammengeküsst (Flammengeküsst-Reihe 3)
Kritik
Manchmal trifft ein Buch einfach mitten ins Herz – und „Onyx Storm – Flammengeküsst“ macht genau das. Rebecca Yarros nimmt uns mit auf eine Reise durch eine düstere Welt, in der Pflicht und Emotionen so nah beieinander liegen, dass man fast vergisst, zu atmen. Nach knapp zwei Bänden voller Spannung und Charakterentwicklung geht es hier endlich richtig ans Eingemachte: Violet ist keine Neuling mehr, sondern eine Kämpferin, die sich im Krieg behaupten muss – mit Drachen, Magie und einer großen Portion Mut.
Die Handlung ist spannend und fordert die Protagonistin auf mehreren Ebenen, ohne sich in endlosen Schlachten zu verlieren. Violet glänzt als vielschichtige Heldin: taff, verletzlich, klug und mit einem Herz, das inmitten dieser frostigen Welt für warmer Gefühle schlägt. Yarros Schreibstil fließt locker, lebendig und immer mit genug Emotionen, um die Seiten fast von alleine umblättern zu lassen. Besonders gefallen hat mir, wie glaubwürdig die Figuren bleiben – keine eindimensionalen Helden, sondern echte Menschen mit Zweifeln und Fehlern.
Klar, der erste Teil der Reihe hat für mich mehr Überraschungen parat gehabt, und an manchen Stellen hätte die Geschichte etwas straffer erzählt sein dürfen. Aber das sind Kleinigkeiten in einem Buch, das insgesamt sehr viel richtig macht und die Fortsetzung wirklich sehnsüchtig erwartbar macht.
Wer Lust auf Fantasy mit Herz, Drachenpower und einer Protagonistin hat, die sich nicht verbiegen lässt, ist hier genau richtig. „Onyx Storm“ bietet nicht nur Spannung, sondern auch jede Menge Gefühl und Charaktertiefe – die perfekte Mischung für einen mitreißenden Lesetag.
4 von 5 Sternen – weil es genauso packend wie emotional ist, auch wenn es hier und da etwas mehr Biss gebrauchen könnte.