Wenn dir das hier gefiel …
Gefahr Untergrund
Key Facts
Kritik
Manchmal gibt es diese Bücher, bei denen man sich sofort mittendrin fühlt – als stünde man selbst auf dem dunklen Bahnsteig, während der Zug einrastet. Genau so hat mich „Gefahr Untergrund“ von Paul Pilkington erwischt. Die Geschichte startet mit einem schockierenden Vorfall: Eine junge Frau fällt vor eine U-Bahn in London, alles sieht nach Selbstmord aus. Doch Detective Chief Inspector Paul Cullen glaubt nicht an diesen schnellen Schluss und wittert eine viel tiefere Gefahr, die unter der Erde lauert.
Das Setting ist überraschend atmosphärisch – enge, düstere Tunnel, das hektische Treiben der Londoner U-Bahn und der ständige Druck, schnell zu handeln, erzeugen eine Spannung, die Pulsschlag und Leselust ordentlich beschleunigt. Paul Cullen als Hauptfigur ist kein wandelnder Klischee-Detektiv, sondern jemand, der mit seinen Sorgen und Zweifeln ehrlich rüberkommt. Das macht ihn sympathisch und glaubwürdig. Pilkingtons Schreibstil ist angenehm flott, kein Buch zum Grübeln, sondern zum Mitfiebern.
Klar, ein paar Wendungen sind vorhersehbar, und die Nebencharaktere könnten manchmal etwas mehr Tiefgang vertragen – ein bisschen mehr Farbe wäre schön gewesen. Aber das schmälert das Lesevergnügen kaum. Wenn man Lust auf einen knackigen Thriller hat, der ohne zu viel Schnickschnack auskommt und einen guten Mix aus Spannung und Atmosphäre liefert, ist man hier richtig.
Am Ende läuft „Gefahr Untergrund“ zu einem soliden Thriller mit ordentlich Biss auf, der Lust auf mehr von Paul Cullen macht – vielleicht ist das ja der Start für eine lohnenswerte Reihe? Für mich eine klare Empfehlung und 4 von 5 Sternen. Wer klaustrophobische Spannung im Untergrund mag, sollte unbedingt zugreifen.
Klappentext
Als eine junge Frau am Londoner Bahnhof Angel vor einen U-Bahn-Zug stürzt und stirbt, gehen die Behörden von Selbstmord aus.
Sie irren sich.
Für Detective Chief Inspector Paul Cullen von der britischen Transportpolizei steht alles auf dem Spiel.
Kann er die Wahrheit ans Licht bringen, bevor noch weitere Leben verloren gehen?