Deckname Dead Eye: The Gray Man 4
Kritik
Kaum schlägt man „Deckname Dead Eye: The Gray Man 4“ auf, fühlt man sich mitten in einem adrenalingeladenen Thriller, der keine Sekunde zum Verschnaufen lässt. Court Gentry, der „Gray Man“, ist ein absolut faszinierender Charakter: ein Ex-CIA-Killer, dessen Famose Fähigkeit darin besteht, unsichtbar und unantastbar zu bleiben – bis jetzt. Denn mit Russell Whitlock, alias Dead Eye, steht ihm ein gefährlicher Gegner gegenüber, der sein Spiegelbild sein könnte und gnadenlos Jagd auf ihn macht.
Die Story nimmt euch mit auf eine rasante Hetzjagd quer durch Europa, bei der cleveres Taktieren auf brutale Action trifft. Das Spannungsniveau ist konstant hoch, die Handlungsstränge verflechten sich geschickt, ohne den Überblick zu verlieren. Mark Greaney und Robert Schekulin (der die gewohnt flüssige, präzise Übersetzung liefert) schaffen es, die Figuren vielseitig und glaubwürdig zu zeichnen, ohne in Klischees abzurutschen. Besonders Gentry besticht durch seine Mischung aus kühler Professionalität und einer überraschenden Portion Menschlichkeit – so zieht man als Leserin oder Leser automatisch mit.
Der Stil ist knackig, leicht zugänglich, mit einer guten Portion Schreibe, die den Puls in die Höhe treibt und das Kopfkino sofort anspringen lässt. Hier wird Spannung nicht nur erzählt, sie wird gefühlt. Und wer sich übrigens an den bevorstehenden Netflix-Film mit Ryan Gosling und Chris Evans freut, wird hier mit handfestem Lesestoff auf den Geschmack gekommen sein.
Kritik? Manchmal wünscht man sich ein bisschen mehr Tiefe in den Nebencharakteren, die im Tempo manchmal zu kurz kommen. Außerdem hätte die ein oder andere Wendung überraschender ausfallen können – etwas mehr „Wow!“ und weniger vorhersehbare Abfolge wäre das i-Tüpfelchen gewesen.
Alles in allem ist „Deckname Dead Eye“ genau das Richtige für Fans von hochspannenden Thriller-Jagden, die mit cleveren Figuren und knallharter Action punkten wollen. Ein Pageturner, der sich locker wegsuchtet und Lust auf mehr macht.
4 von 5 Sternen – spannend, mitreißend und einfach ein verdammt guter Actionthriller für alle, die nicht genug von Geheimagenten und Katz-und-Maus-Spielen bekommen können.
Klappentext
Russell Whitlock alias Dead Eye arbeitet im Auftrag einer skrupellosen Institution mit mächtigen Verbündeten. Ihr Auftrag: den Gray Man endlich erledigen. Whitlock ist ein Einzelgänger wie Gentry – nur extrem brutal und ohne Moralkodex. Es beginnt eine gnadenlose Hetzjagd durch Europa. Nonstop-Action bis zum tödlichen Finale. Mark Greaneys Gray-Man-Serie wird mit jedem Roman besser!
Die Abenteuer des Gray Man werden unter der Regie von Joe und Anthony Russo (Avengers: Endgame) für Netflix verfilmt. In den Hauptrollen Ryan Gosling und Chris Evans.
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