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Autor:
Erschienen:
2026-01-15
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EXTRAWURST

Kritik

Manchmal steckt in den kleinen Konflikten des Alltags der größte Zündstoff – genau das zeigt „EXTRAWURST“ auf fulminante Weise. Ein vermeintlich harmloser Vereinsstreit um einen Grilldeckel entfaltet sich hier zu einem hitzigen Schlagabtausch über Integration, Vorurteile und Respekt. Man fühlt sich mittendrin, als säße man selbst in der stickigen Vereinsgaststätte und erlebt, wie schnell aus einem harmlosen Sommerfest plötzlich ein politisches Minenfeld wird.

Heribert, der alte Hase des Tennisclubs, repräsentiert hier eine ganze Generation, während der hippe Torsten und sein Umfeld ganz verschiedene Weltsichten und Lebensentwürfe verkörpern. Erol, als einziges muslimisches Mitglied, ist der Katalysator eines eigentlich simplen Problems, das sich zu einem komplexen Streit über Werte entwickelt. Die Figuren sind vielschichtig und werden mit so einer Leichtigkeit und Authentizität beschrieben, dass man selbst beim Lesen Schmunzeln und Nachdenken zugleich erlebt. Christoph Maria Herbst und Hape Kerkeling bringen ihre unverkennbare Handschrift und viel Humor ein, ohne den Ernst der Thematik zu unterschlagen.

Der Ton des Buches ist locker, frisch und manchmal sogar bissig – er nimmt sich selbst nie zu ernst, lässt aber auch keine Sorge aus. Gerade dieser Spagat macht die Gesellschaftssatire so lesenswert. Wer Debatten über politische Korrektheit und kulturelle Identität mit einer Prise Humor würzt, findet hier den perfekten Begleiter. Allerdings wechseln sich die Dialoge teils so schnell und pointiert ab, dass man kaum Luft holen kann – das könnte manchen Leser:innen etwas zu hektisch sein. Und wer in der Stimmung für eine tiefsinnige, ruhige Romanlektüre ist, wird eher enttäuscht sein.

Insgesamt ist „EXTRAWURST“ ein kurzweiliges, cleveres Buch, das gerade jetzt den Nerv der Zeit trifft. Es fordert heraus, macht Spaß und regt zum Nachdenken an – eine gelungene Mischung, die man nicht alle Tage findet. Für Fans von gesellschaftlichen Diskussionen und Schmunzelkomödien eine klare Leseempfehlung.

** (4 von 5 Sternen) – scharf gewürzt, aber nicht zu scharf fürs Gemüt.

Klappentext

Eigentlich ist es reine Formsache: Heribert (Hape Kerkeling), langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide, und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias (Friedrich Mücke) lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen. Der hippe Werbetexter Torsten (Christoph Maria Herbst), von Berlin in die Provinz ausgewandert, haut noch einen flotten Spruch raus, damit die dröge Versammlung ein schnelles Ende findet. Da schlägt seine Frau Melanie (Anja Knauer) vor, für ihren Doppelpartner Erol (Fahri Yardim), das einzige muslimische Mitglied des Vereins, einen zweiten Grill zu kaufen. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Die gut gemeinte Idee führt Satz für Satz zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. Schnell wird allen klar: Es geht hier um viel mehr als einen Grill...

FAQ

Eigentlich ist es reine Formsache: Heribert (Hape Kerkeling), langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide, und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias (Friedrich Mücke) lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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