SYLTKRIMI: Band 11-15
Kritik
Wer hat gesagt, dass Sylt nur Sonne, Strand und Seeluft bedeutet? In „SYLTKRIMI: Band 11-15“ zeigt Krinke Rehberg, dass hinter der malerischen Kulisse eine düstere, spannende Welt voller Geheimnisse und Verbrechen lauert. Schon im ersten Fall spürt man diesen besonderen Mix aus norddeutscher Herzlichkeit und nervenzerreißender Spannung – ehrlich, ich konnte kaum abschalten.
Im Mittelpunkt steht wieder Bente Brodersen, die toughe Kriminalhauptkommissarin, die sich nicht nur mit kniffligen Mordfällen herumschlägt, sondern auch mit den kleinen Zwischentönen des Insellebens. Sie wirkt authentisch, bodenständig und nie zu perfekt, was die Story umso greifbarer macht. Die Handlung bewegt sich zwischen den schroffen Klippen, windigen Dünen und dem Treiben der Inselbewohner und Touristen – das Setting fühlt sich fast wie ein eigener Charakter an. Man merkt, wie viel Liebe zum Detail hier im Spiel ist, das macht die Serie so sympathisch.
Rehbergs Schreibstil ist locker, flüssig und so lebendig, dass man zwischendurch fast das Meeresrauschen hört. Die Spannung wird stetig angezogen, ohne dass es zu überdreht wirkt – ein echtes Wohlfühl-Krimi-Erlebnis mit ordentlich Biss. Klar, manchmal laufen die Fälle ein bisschen nach bewährtem Schema ab und das Ende ist nicht immer so überraschend, wie man es sich heimlich erhofft. Aber das fällt kaum ins Gewicht, wenn man die coolen Dialoge und die Charaktere hat, die einem richtig ans Herz wachsen.
Wer also Lust auf eine kleine Flucht in den Norden hat, gepaart mit cleveren Verwicklungen und einer Kommissarin, die man einfach gernhaben muss, ist hier goldrichtig. Es muss nicht immer England oder Skandinavien sein – Sylt kriegt mit diesen Bänden sein ganz eigenes Krimifeuerwerk ab.
Unterm Strich: unterhaltsam, spannend und so charmant wie der raue Wind an der Nordsee. Für alle Krimi-Fans, die nicht nur ans Ende denken, sondern auch den Weg dorthin genießen wollen.
4 von 5 Sternen – definitiv ein Platz auf dem Nachttisch wert!