Wenn dir das hier gefiel …
Das Haus der vergessenen Träume
Key Facts
Kritik
Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen sofort packt – „Das Haus der vergessenen Träume“ gehört definitiv in diese Kategorie. Kaum hatte ich begonnen, fühlte ich mich wie auf einer Reise durch Zeit und Geheimnisse, die nicht nur im Buch, sondern auch irgendwie in mir selbst nachhallen.
Die Geschichte setzt mit der Journalistin Leah Hickson ein, die durch zwei geheimnisvolle Briefe in das England des frühen 20. Jahrhunderts katapultiert wird. Plötzlich steht sie mitten in einem verworrenen Netz aus Liebe, Verrat und einem tief verborgenen Familiengeheimnis, das ihr eigenes Leben mehr beeinflusst, als sie zunächst vermutet. Klingt spannend? Ist es auch! Man bekommt eine starke junge Frau zu sehen, deren Kampf und Herzschmerz so echt sind, dass man eins zu eins mitfiebert.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist Webbs erzählerischer Stil: klar, flüssig und mit einem Hauch Wärme, der die Charaktere lebendig werden lässt. Leah wirkt nicht wie eine idealisierte Heldin, sondern wie jemand, den man auf der Straße treffen und sofort mögen würde. Die Balance zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist raffiniert umgesetzt – hier verfliegt kein unnötiger Ballast, und die Dialoge sitzen.
Natürlich gibt es auch ein paar kleine Stolpersteine. Einige Leser bemängeln technische Fehler in der digitalen Version, etwa fehlende oder doppelte Seiten – das hat mich persönlich ein kleines bisschen rausgerissen, dürfte aber auf einer gedruckten Ausgabe kaum eine Rolle spielen. Inhaltlich hätte ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefe gewünscht; die Spannung ist zwar konstant, aber ein kleiner Kniff mehr an Tempo hätte dem Plot gut getan.
Für alle, die Lust auf eine historische Erzählung mit Herz, Geheimnissen und einer Prise Nachdenklichkeit haben, ist „Das Haus der vergessenen Träume“ definitiv einen Blick wert. Wer jedoch technische Makel bei eBooks nicht verkraftet oder rasantes Spannungshighlight sucht, sollte seine Erwartungen etwas dämpfen.
Fazit: Eine warmherzige, dichte Geschichte mit kleinen Schwächen, die vor allem Fans von Familiengeheimnissen und historischen Romanen anspricht – solide 3,5 von 5 Sternen.
Bewertung: ★★★½
Klappentext
Als die Journalistin Leah Hickson auf zwei geheimnisvolle Briefe stößt, gerät sie bald in den Sog einer Spurensuche, die sie in das England des frühen 20. Jahrhunderts zurückführt. Es ist die Geschichte einer starken jungen Frau, eine Geschichte von Liebe und tödlichem Verrat. Und schon bald erkennt Leah, dass die Vergangenheit ihr eigenes Leben nicht unberührt lässt. Denn ihre Nachforschungen führen sie zu einem alten Haus und einem lange vergessenen Familiengeheimnis, das stärker mit ihrem Schicksal verwoben ist, als sie zunächst ahnt …