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Intrigen an der Côte d'Azur
Key Facts
Kritik
# „Intrigen an der Côte d'Azur“ von Christine Cazon – Krimi mit französischem Flair und jeder Menge Raffinesse
Wenn man sich gerade erst in die funkelnde Kulisse der Côte d'Azur verliebt hat, kommt Christine Cazon mit Kommissar Léon Duval um die Ecke – und plötzlich will man gar nicht mehr weg. „Intrigen an der Côte d'Azur“ hat mich sofort gepackt, weil diese Mischung aus Mord, Geheimnissen und mondänem Ambiente einfach erstklassig funktioniert.
In ihrem zweiten Fall kämpft Léon Duval wieder gegen das Dunkle, das sich hinter dem eleganten Schein von Cannes verbirgt. Ein leerer Spazierweg, eine Leiche, ein frecher Schmuckdiebstahl im noblen Hotel Beauséjour und eine verschwundene Frau: Mehr Zutaten braucht diese Story nicht, um spannend zu bleiben. Und ja, man merkt schnell, dass da mehr hintersteckt, als es auf den ersten Blick scheint. Cazon jongliert mit mehreren Handlungssträngen, die nach und nach ein raffiniertes Netz an Intrigen und Lügen weben.
Léon Duval ist kein Superheld mit übernatürlichen Fähigkeiten, sondern ein Ermittler mit Ecken und Kanten, der einem schnell ans Herz wächst. Man spürt in jeder Zeile, wie viel Fingerspitzengefühl und Takt er braucht – nicht nur im Umgang mit den Verdächtigen, sondern auch mit seinem Team und den durchaus komplexen Fällen. Der Schreibstil? Knackig, klar und mit einer Prise französischem Esprit, der das Ganze lebendig und nahbar macht, ohne kitschig zu werden. Das gefällt mir richtig gut.
Klar, ein paar kleinere Schwächen hat das Buch auch: Manche Nebenfiguren hätten für meinen Geschmack noch ein bisschen tiefer ausgearbeitet werden dürfen, und an manchen Stellen hätte die Geschichte etwas mehr Tempo vertragen. Aber das stört kaum, weil die Spannung immer wieder zurückkommt und man einfach wissen will, wie der ganze Schlamassel am Ende zusammenpasst.
Fazit: Wer Lust auf einen clever konstruierten Krimi mit viel Atmosphäre, sympathischen Ermittlern und dem besonderen Charme der französischen Riviera hat, liegt mit „Intrigen an der Côte d'Azur“ genau richtig. Ein Krimi, bei dem man beim Lesen fast die Meeresbrise spürt und hinter der glänzenden Fassade das Dunkle entdeckt – spannend und unterhaltsam bis zur letzten Seite.
Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
Ein gelungener Mix aus Charme, Spannung und französischem Flair – unbedingt empfehlenswert.
Klappentext
Gerade hat Kommissar Léon Duval seinen ersten Fall – die Ermordung eines berühmten Regisseurs während der Internationalen Filmfestspiele – erfolgreich gelöst, da warten auch schon die nächsten Herausforderungen auf ihn und sein Team: Ein Spaziergänger entdeckt eine Leiche, im ehrwürdigen Hotel Beauséjour wird Schmuck gestohlen, und eine Frau verschwindet.
Duval und seine Kollegen, die eigentlich auf eine ruhige Nachsaison gehofft hatten, beginnen mit den Ermittlungen. Doch je mehr Duval an Informationen zusammenträgt, desto mehr muss er sich fragen, ob es zwischen all diesen Fällen nicht einen Zusammenhang gibt. Warum verschwindet die Tochter der Hotelbesitzerin scheinbar spurlos, und was weiß ihr Geliebter? Welche Rolle spielt Nicole Bouvard, Mitgesellschafterin des Hotels, und wie passt der Tod eines Journalisten in das Szenario?
Eine knifflige Aufgabe für Léon Duval, die viel Fingerspitzengefühl und Diplomatie erfordert. Nicht nur im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten, sondern auch mit allen Beteiligten dieser scheinbar unentwirrbaren Intrige.