Cover Der Tote am Gletscher (Ungekürzt)
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Autor:
Erschienen:
2015-09-09
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Der Tote am Gletscher (Ungekürzt)

Kritik

Kaum hat man die ersten Seiten aufgeschlagen, zieht einen „Der Tote am Gletscher“ direkt in diese spannende, kalte und geheimnisvolle Bergwelt hinein – man spürt förmlich den frostigen Wind und hört das Knirschen des Schnees unter den Schuhen. Die Geschichte startet mit einer Entdeckung, die niemand so richtig erwartet: eine Leiche auf einem Gletscher, mit einer Pfeilspitze in der Schulter, die an das viel berühmtere Ötzi-Fundstück erinnert. Klingt schon mal ziemlich spannend, oder?

Commissario Grauner ist ein Charakter, der sofort sympathisch wirkt – ein Mann, der lieber „Viechbauer“ wäre, aber gezwungen ist, sich mit knurrigen Einheimischen, neugierigen Touristen und dubiosen Skiunternehmern herumzuschlagen. Zusammen mit seinem flapsigen Kollegen Saltapepe aus Neapel entsteht in der Dynamik der beiden eine schöne Mischung aus Ernsthaftigkeit und leichter Ironie. Das Duo bringt Schwung in die Ermittlungen, ohne dabei albern zu wirken. Der Schreibstil von Lenz Koppelstätter ist so klar und schnörkellos, dass man das Gefühl hat, direkt an der Bergbar mitzuermitteln statt nur zuzuhören.

Besonders gefallen hat mir, wie der Autor die Atmosphäre zwischen rauer Natur und menschlichen Geheimnissen einfängt. Die Dorfidylle mit ihrer dunklen Seite, der wispernde Schnee und das Gefühl, dass hier längst noch nicht alles erzählt ist – das macht das Buch zu einem echten Page-Turner. Dass der Fall immer wieder in die Vergangenheit blicken lässt, verleiht der Geschichte Tiefe, ohne den Erzählfluss zu lähmen.

Einzige Kritik: Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht. Manche Passagen ziehen sich für meinen Geschmack ein wenig, vor allem wenn sich viel auf kleinen Dorfdialogen abspielt. Aber hey, das gehört vielleicht auch zum Reiz eines Bergkrimis dazu – man nimmt sich Zeit, um die Charaktere und ihre Welt zu verstehen.

Wer also Lust hat auf einen Krimi, der nicht nur nach Tatort riecht, sondern nach frischer Luft, schimmeligen Hütten und jahrhundertealten Geheimnissen, der ist hier genau richtig. „Der Tote am Gletscher“ ist kein rasanter Thriller, sondern ein wunderbar atmosphärisches, gut erzähltes Buch für alle, die gerne mitdenken und sich in eine andere Welt entführen lassen.

4 von 5 Sternen – weil der Fall, die Figuren und die Stimmung einfach überzeugen, auch wenn es ein paar kleine Längen gibt. Perfekt für gemütliche Winterabende mit einer Tasse Tee in der Hand.

Klappentext

Nachts auf dem Gletscher, da gehört der Mensch nicht hin. Da sind nur die Geister der Toten und der Sturm und der Schnee. Trotzdem entdeckt Skipisten-Toni hoch oben im Dezember ein seltsames Licht - und wenig später die Leiche eines Einsiedlers. Mit einer Pfeilspitze in der Schulter. Ähnlich wie der weltberühmte Steinzeitmensch Ötzi, der Jahre zuvor fast am selben Ort gefunden wurde. Commissario Grauner, der an manchen Tagen lieber "Viechbauer" wäre, macht sich mit seinem jungen Kollegen Saltapepe aus Neapel an die Ermittlungen. Zwischen wortkargen Dorf-Bewohnern, glühweinseligen Touristen und den Machenschaften eines Skiliftunternehmers entwickelt sich ein hochspannender Fall, der weit in die Vergangenheit führt.

FAQ

Nachts auf dem Gletscher, da gehört der Mensch nicht hin. Da sind nur die Geister der Toten und der Sturm und der Schnee.…

Besonders gefallen hat mir, wie der Autor die Atmosphäre zwischen rauer Natur und menschlichen Geheimnissen einfängt. Die Dorfidylle mit ihrer dunklen Seite, der wispernde Schnee und das Gefühl, dass hier längst noch nicht alles erzählt ist – das macht das Buch zu einem echten Page-Turner.

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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