Der Fluch des Titanen - Percy Jackson, Teil 3 (Ungekürzt)
Kritik
Kaum packt man „Der Fluch des Titanen“ aus der Percy-Jackson-Reihe von Rick Riordan aus, wird man sofort in einen wilden Cocktail aus Spannung, Mythologie und jugendlichem Abenteuergeist geschleudert. Der dritte Teil knüpft genau dort an, wo die Vorgänger aufgehört haben – und ja, das Tempo ist verrückt hoch! Diesmal dreht sich alles um die Befreiung der Göttin Artemis, was Percy und seine Freunde mit halsbrecherischen Mutproben und kniffligen Rätseln konfrontiert. Dabei legen sie sich mit den grobmaschigen Untiefen der griechischen Mythologie an – Monster inklusive.
Percy bleibt der sympathische Held, der nicht nur mit Poseidons Kräften, sondern auch mit cleverem Humor drauf und dran ist, das Schicksal zu wenden. Riordans Erzählstil fühlt sich an, als würde ein Kumpel neben einem sitzen und direkt ins Ohr flüstern – locker, witzig und manchmal richtig frech. Besonders gefallen hat mir, wie die Autorensprache trotz aller Action nie kompliziert wird; so bleibt der Spaß an der Story zu keiner Zeit auf der Strecke, egal ob man eingefleischter Percy-Jackson-Fan oder Neueinsteiger ist.
Ein kleiner Wermutstropfen: Einige Kämpfe und Wendungen wirken ein bisschen vorhersehbar, was den ohnehin schon rasanten Plot aber kaum ausbremst. Manchmal hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe bei Nebenfiguren gewünscht, die so gut wie immer im Schatten von Percy stehen.
Wenn du Lust hast, dich von einer mitreißenden Mythologie-Actionreihe begeistern zu lassen, die kindliche Fantasie und cleveren Witz kombiniert, bist du hier goldrichtig. Für mich persönlich ein echt starkes Drittel mit genau der richtigen Portion Herz und Chaos.
4 von 5 Sternen – und ja, ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil.