Die Glücksbäckerei 2: Die magische Prüfung
Kritik
Manchmal braucht es einfach ein bisschen Magie, um den grauen Alltag aufzupeppen – und genau das gelingt „Die Glücksbäckerei 2: Die magische Prüfung“ auf wunderbar charmante Weise. Rose hat es mit einer echt kniffligen Mission zu tun: Das zauberhafte Rezeptbuch ihrer Familie ist verschwunden, und plötzlich schwächelt nicht nur die Stimmung im Ort, sondern auch der Glaube an all die süßen Wunder. Dass sie sich da nicht einfach zurücklehnt, sondern mutig nach Paris aufbricht, um beim Backwettbewerb gegen ihre hinterhältige Tante Lily anzutreten, ist genau der Stoff, der kleine und große Leser*innen mitziehen wird.
Was diesen zweiten Teil besonders macht, sind die liebevoll ausgearbeiteten Figuren – Rose ist so sympathisch und zielstrebig, dass man sie am liebsten selbst auf die Schultern heben und anfeuern möchte. Die Mischung aus spannendem Wettstreit, magischen Zutaten wie dem Mitternachtsläuten von Notre-Dame oder dem geheimnisvollen Lächeln der Mona Lisa sorgt für richtig viel Spaß und ein bisschen Nervenkitzel. Und dann ist da noch Sascha Icks, dessen Erzählstimme dem Ganzen eine warme, fast schon zauberhafte Atmosphäre verleiht, bei der man glatt glaubt, selbst ein bisschen zu zaubern.
Natürlich läuft nicht jede Wendung ganz rund – hier und da hätte ich mir ein bisschen mehr Überraschung oder Tiefgang gewünscht, denn manchmal wirkt die Geschichte etwas vorhersehbar. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, denn die Erzählweise bleibt stets frisch und lebendig, was ganz sicher den ein oder anderen Leser oder die ein oder andere Leserin dazu bringt, das Buch gar nicht mehr aus der Hand zu legen.
Kurz: Wer Lust auf eine fantasievolle Reise voller Herz, Humor und magischer Backabenteuer hat, ist hier genau richtig. Ideal für Kinder ab etwa zehn Jahren – und definitiv auch für alle, die beim Lesen das Kind in sich wecken wollen.
4 von 5 Sternen – ein süßer Genuss mit ordentlich Zauber, der Appetit auf mehr macht!