Der Knochenbrecher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 3)
Kritik
Kaum schlägt man „Der Knochenbrecher“ auf, spürt man sofort dieses prickelnde Kribbeln, das nur ein richtig guter Thriller auslösen kann. Chris Carter entführt uns erneut nach Los Angeles, wo Robert Hunter, der unerschütterliche Profiler des LAPD, einem eiskalten Killer auf der Spur ist, der die Stadt bei Nacht in Angst und Schrecken versetzt. Mehr verrate ich nicht, denn die Spannung lebt davon, Schritt für Schritt einzutauchen und mitzufiebern.
Hunter und sein Partner Garcia sind ein eingespieltes Team, das richtig Laune macht – authentisch, tough und gleichzeitig mit einer überraschend menschlichen Tiefe. Carter schreibt so direkt und präzise, dass man das Gefühl hat, selbst mittendrin zu stecken. Die Atmosphäre ist düster, die Action knackig, und trotzdem bleibt die Story clever und weit entfernt von irgendeiner Thriller-Eintönigkeit. Ein Killer, der kein Ruhe findet, Alpträume, die zur Realität werden – das hält einen auf Trab, versprochen.
Klar, manchmal zieht sich das eine oder andere Detail ein bisschen zu sehr in die Länge, und gelegentlich hätte ich mir an manchen Stellen ein bisschen mehr Tempo gewünscht. Aber hey, das ist Meckern auf hohem Niveau, denn insgesamt sitzt man mehr als einmal leicht atemlos da und will unbedingt wissen, wie’s weitergeht.
Für alle, die auf nervenzerreißende Thrillerschauplätze, knackige Dialoge und Charaktere stehen, die mehr als nur eindimensionale Ermittler sind, ist „Der Knochenbrecher“ genau das Richtige. Wer’s lieber sanfter mag, sollte vielleicht eher zu einer anderen Lektüre greifen. Aber wenn ihr Lust auf harte Kost mit viel Drive habt, dann abtauchen!
⭐⭐⭐⭐— Ein klasse dritter Teil, der zeigt, warum Robert Hunter einfach eine feste Größe im Thriller-Genre ist.