Cover Die Känguru-Offenbarung (Die Känguru-Werke 3)
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Autor:
Erschienen:
2014-03-10
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Die Känguru-Offenbarung (Die Känguru-Werke 3)

Kritik

Als ich das Buch aufschlug, hatte ich sofort das Gefühl, an einem dieser Abende zu sitzen, an denen ein Freund bei einem Bier anfängt, die Welt so herrlich unsinnig zu erklären — nur dass dieser Freund ein Känguru ist, das besser argumentiert als die meisten Politiker.

Kurz und knapp: Marc-Uwe und sein Känguru liefern die Fortsetzung, die man sich heimlich gewünscht hat. Es geht wieder um Alltagsabenteuer, absurde Dialoge und eine fast schon religiös anmutende Offenbarung des Beuteltieres — diesmal mit einer Jagd nach einem mysteriösen Pinguin und einer bissigen Abrechnung mit dem "Asozialen Netzwerk". Mehr verrate ich nicht, Spoilerfrei, versprochen.

Die Figuren sind das Herzstück: Marc-Uwe bleibt die leicht genervte, aber liebenswerte Instanz, die die Rolle des straight man perfekt ausfüllt. Das Känguru hingegen ist anarchisch, unbequem, moralisch flexibel und dabei überraschend philosophisch. Ihre Dynamik funktioniert weiterhin prächtig — Schlagabtausche, Running Gags und diese perfekte Mischung aus Misanthropie und Wärme. Die Nebenfiguren bleiben skizzenhaft, aber sie erfüllen genau ihren Zweck: Bühne frei für die beiden Hauptakteure.

Schreibstil und Humor sind pointiert, schnell und oft in Dialogform — ideal für Leute, die Tempo mögen. Kling trifft mit wenigen Sätzen den lustigen Nerv, wechselt blitzschnell zwischen Wortspielen, absurden Szenarien und politischer Satire. Man lacht laut, schüttelt den Kopf und denkt manchmal kurz nach — das ist eine Kunst, die hier wieder gut gelingt. Lieblingspassagen? Diese kleinen, unerwarteten Exkurse in Religion, Politik oder Social-Media-Wahnsinn, die plötzlich wie ein Brett vor dem Kopf sitzen bleiben.

Spontaner Gedanke beim Lesen: Ich musste häufiger laut lachen, manchmal auch kapitulieren vor so viel Witz in so wenigen Worten. Und ja, es fühlt sich an wie Nachhausekommen, wenn man die Vorgänger mag. Für Neulinge: Man versteht die Gags größtenteils auch ohne alle Vorkenntnisse, aber einige Running Gags gewinnen natürlich an Reiz, wenn man die Vorgeschichte kennt.

Kritikpunkte: Nicht jeder Sketch zündet gleichmäßig. Ab und zu schleicht sich ein Gefühl von Wiederholung ein — nicht schlimm, aber spürbar, wenn man sehr kritisch ist. Außerdem ist die Mischung aus politischer Schärfe und Klamauk nicht jedermanns Sache; wer klaren, linearen Plot

Klappentext

Endlich: Es geht weiter! Nach dem Manifest folgt die Offenbarung! Hier kommt die fulminante Fortsetzung der Fortsetzung: der »Känguru-Chroniken« dritter Teil. Das Beuteltier und der Kleinkünstler auf der Jagd nach dem mysteriösen Pinguin. Haltet euch bereit: »Dies ist die Offenbarung des Kängurus, dem Asozialen Netzwerk zu zeigen, was in der Kürze geschehen soll; und sie wurde gesandt durch eine E-Mail zu seinem Knecht Marc-Uwe, der bezeugt hat das Wort des Kängurus und das Zeugnis vom Asozialen Netzwerk, was er gesehen hat. Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung, denn die Zeit ist nahe.« Halleluja.

FAQ

Endlich: Es geht weiter! Nach dem Manifest folgt die Offenbarung!…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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