Mutterliebe - Ein Fall für DI Amy Winters - Wenn das Böse zur Familie gehört, Band 1 (Ungekürzt)
Kritik
Schon die ersten Sekunden nach dem Aufklappen/Starten dieses Thrillers haben mir den Atem gestohlen — Caroline Mitchell zieht einen direkt in diesen klebrigen, unheimlichen Familienstrudel und lässt einen nicht mehr los.
Worum es geht, lässt sich kurz sagen, ohne Details zu verraten: DI Amy Winters will in die Fußstapfen ihres Vaters treten, doch ein Brief von Lillian Grimes, einer verurteilten Serienmörderin, stellt alles auf den Kopf — denn Grimes ist Amys leibliche Mutter. Sie bietet Amy Informationen an, aber nur zu einem Preis. Erinnerungen an eine verlorene Schwester, verschobene Moralgrenzen und ein Wettlauf gegen die Zeit bilden den Sog dieser Geschichte, in der sich persönliche Abgründe und polizeiliche Ermittlungsarbeit unheimlich eng verweben.
Amy ist eine Hauptfigur, die funktioniert: verletzlich, zielstrebig, mit einem inneren Konflikt, der glaubwürdig und fesselnd erzählt wird. Lillian Grimes dagegen ist die Art von Bösewicht, die nicht nur Angst macht, sondern fasziniert — kalt, manipulativ und zugleich merkwürdig charismatisch. Die Nebenfiguren bleiben manchmal Abschnitte, die eher der Handlung dienen als der Tiefe, aber das stört das Gesamtbild nicht allzu sehr.
Der Schreibstil von Mitchell ist schnörkellos, atmosphärisch und temporeich. Kurze Kapitelwechsel, fokussierte Szenen und eine dichte, bedrückende Stimmung sorgen dafür, dass man Seite um Seite inhaliert. Besonders gelungen finde ich, wie die Autorin moralische Dilemmata und Familienbindung in einen echten Thriller packt, ohne in billige Effekthascherei zu verfallen. Zwischendurch gab es Momente, in denen ich unwillkürlich den Atem angehalten habe — genau das, was ein guter Psychothriller können muss.
Kleine Einwände: Gelegentlich stolpert die Story über ein paar bekannte Thrillertropen, und manche Nebenfiguren hätten ruhig mehr Raum zum Atmen bekommen können. Außerdem zieht sich die Mitte für meinen Geschmack stellenweise ein wenig, bevor das Tempo wieder anzieht.
Fazit: Ein intensiver, emotional geladener Psychothriller, der vor allem durch seine Figurenkonstellation und die beklemmende Atmosphäre besticht. Für Leserinnen und Leser, die auf psychologische Tiefe, familiäre Ab
Klappentext
Kriminalkommissarin Amy Winter hat nur ein Ziel: in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, der selbst ein hochangesehener Polizist war. Doch als sie ein Brief von Lillian Grimes, der psychopathischen Serienmörderin, erreicht, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Die Verbrecherin, die seit Jahrzehnten für eine Reihe abscheulicher Morde hinter Gittern sitzt, ist Amys leibliche Mutter. Jetzt bietet sie Amy an, den Aufenthaltsort von drei ihrer Opfer zu verraten - aber nur, wenn sie ihr krankes Spiel mitspielt. Verfolgt von verschwommenen Erinnerungen an ihre Schwester, die ihr Leben opferte, um sie zu retten, beginnt für Amy ein Wettlauf gegen die Zeit, um die fehlenden Leichen zu finden. Aber was, wenn Grimes hinter den Gefängnismauern die Fäden noch fester in der Hand hält, als Amy dachte?
Erste Leser:innenstimmen "Dieser Psychothriller bietet alles, was man sich wünschen kann: unvorhersehbare Wendungen, tiefgründige Charaktere und eine düstere Atmosphäre." "Caroline Mitchell versteht es meisterhaft, die innere Zerrissenheit und die moralischen Konflikte von Amy darzustellen." "Die bedrückende Stimmung und die ständige Bedrohung durch Lillian machen diesen Thriller zu einem echten Pageturner!" "Ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel!"