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Verbrannt
Key Facts
Kritik
Manchmal gibt es Bücher, die einen sofort packen, obwohl man gar nicht weiß, was einen erwartet – bei „Verbrannt“ von Shaw Hart war das genau so. Gleich zu Beginn, bei der Beerdigung, spürt man den tiefen Schmerz von Sutton, die plötzlich mit all den offenen Fragen und der Verantwortung alleine dasteht. Die Geschichte nimmt dich mit auf ihre Reise, die alles andere als leicht ist, aber auch voller kleiner, echter Momente steckt.
Im Mittelpunkt steht Sutton, deren Leben sich komplett verändert, als sie gezwungen ist, den Sommer bei einem Großonkel in einer verschlafenen Kleinstadt zu verbringen. Ein Sommer, der sie erst abwehrt, dann aber mehr überrascht und verändert, als man erwarten würde. Ihre Entwicklung spürt man richtig mit – von der zähen New-Yorkerin, die eigentlich nur durchhalten will, bis zu jemandem, der langsam beginnt, zu verstehen, was wirklich zählt. Die Nebenfiguren wie der Onkel, die neuen Freundinnen oder der handwerklich begabte Teller bringen Leben in die Geschichte und sorgen für viel Abwechslung und auch ein bisschen Romantik, die aber authentisch bleibt und nichts aufdrängt.
Was besonders gut funktioniert, ist Shaw Harts Schreibstil: leicht und flüssig, ja fast so, als würde man einen guten Freund beim Erzählen zuhören. Gleichzeitig schafft sie es, Gefühle und Atmosphäre echt und ohne Kitsch rüberzubringen – ein Balanceakt, der hier bestens gelingt. Man hat fast das Gefühl, selbst durch Destiny Falls zu schlendern, mit all den kleinen Kuriositäten und der ganz eigenen Stimmung.
Kritisch gesehen hätte ich mir an ein paar Stellen noch ein bisschen mehr Tempo gewünscht, denn manche Passagen ziehen sich etwas – die Geschichte ist schön, aber manchmal darf’s ruhig ein wenig mehr Drive sein. Auch die eine oder andere Überraschung hätte ich spannender gefunden, gerade im letzten Drittel.
Unterm Strich ist „Verbrannt“ ein wunderbar entspanntes Buch für alle, die auf eine Mischung aus Coming-of-Age, Familiengeschichten und leichtem Liebesgeplänkel stehen – ohne dass es zu überdreht oder zu seicht wird. Wer Lust auf ein Buch hat, das trotz ernster Themen Hoffnung macht und zeigt, wie das Leben manchmal ganz anders läuft als geplant, liegt hier genau richtig.
4 von 5 Sternen – ein Sommerbuch mit Herz, das ein bisschen nachklingt.
Klappentext
Sutton Tates ganzes Leben wurde gerade auf den Kopf gestellt. Ihre Mutter ist tot und hinterlässt nichts als eine Wohnung voller Erinnerungen und einen Brief mit einer Liste von Dingen, die Sutton im nächsten Jahr erledigen soll.
Was steht als erstes auf der Liste? Den Sommer mit einem Großonkel, von dem sie noch nie gehört hat, in der kleinen Stadt Destiny Falls, Michigan, verbringen.
Es widerstrebt ihr, aber es wird nur ein paar Monate dauern. Sie wird in der Mystery Cabin arbeiten, der Touristenfalle, die ihrem Onkel gehört, ein bisschen Geld verdienen und versuchen, das letzte Stückchen Familie zu finden, das ihr noch geblieben ist.
Dann kommt sie nach Destiny Falls und es ist ganz anders, als sie erwartet hat.
Ihr Onkel hält sie auf Trab, im Laden gibt es immer etwas zu tun und Teller, der Handwerker der Hütte, könnte der Mann ihrer Träume sein. Als dann noch der schmierige Sohn des Bürgermeisters und ein paar neue Freundinnen dazukommen, könnte Sutton einen Sommer erleben, den sie nie vergessen wird.
Wird Sutton am Ende des Sommers ihren Traum aufgeben, eine Führungskraft in Boston zu werden? Oder wird sie endlich die eine Sache gefunden haben, von der sie nicht weggehen kann?
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