King of Gluttony - Kings of Sin, Teil 6 (Ungekürzt)
Kritik
Sobald man in die Welt von Sebastian Laurent eintaucht, spürt man sofort die Spannung, die zwischen ihm und Maya knistert. Ana Huang schafft es mal wieder, diese prickelnde Mischung aus Rivalität und unterschwelliger Anziehung mit einer Leichtigkeit zu erzählen, die einen einfach mitnimmt. Sebastian ist nicht einfach nur der typische Selfmade-Milliardär; sein innerer Kampf, der sich hinter der scharfen Fassade verbirgt, macht ihn nahbar und überraschend verletzlich. Maya als starke Gegenspielerin setzt ihm dabei das perfekte Gegengewicht – clever, ehrgeizig und genauso knallhart wie er.
Die Handlung bewegt sich im kulinarischen Umfeld, was dem Ganzen einen köstlichen, fast greifbaren Charme verleiht, ohne sich darin zu verlieren. Es geht um Macht, Ambitionen, aber vor allem um zwei Menschen, die so verschieden sind und doch auf seltsame Weise wie magnetisch zueinander gezogen werden. Ana Huangs Schreibstil ist locker-flüssig, mit genug Tiefgang, um nicht nur zu unterhalten, sondern auch emotional mitzunehmen. Ihre Dialoge haben genau den richtigen Schlag – mal witzig, mal scharf, immer mit einer gewissen Würze.
Klar, an manchen Stellen hätte ich mir eine etwas stärkere Entwicklung oder mehr Überraschungen gewünscht, denn ein bisschen mehr Würze hätte dem Ganzen nicht geschadet. Aber das ist meckern auf hohem Niveau – besonders wenn man bedenkt, wie gut das Zusammenspiel der Figuren funktioniert und wie die Spannung konstant bleibt.
Wer Lust auf einen modernen, sexy Perspektivwechsel zwischen zwei starken Charakteren hat und sich gerne in einer Welt aus Business, Rivalität und leisen Enthüllungen verliert, der wird hier definitiv gut bedient. „King of Gluttony - Kings of Sin, Teil 6“ ist ein spannendes Kapitel in einer Reihe, die Fans von Ana Huang und emotional packenden Geschichten lieben werden.
4 von 5 Sternen – würzig, emotional und verdammt unterhaltsam, aber an kleinen Stellen noch ausbaufähig. Definitiv einen Blick wert!