Flirting on Thin Ice
Kritik
Schon die ersten Seiten von „Flirting on Thin Ice“ haben mich direkt ins Herz getroffen – diese Mischung aus verletzlicher Vergangenheit und dem vorsichtigen Neubeginn auf dem Eis ist genau das, was mich als Leserin packt. Dakota Murphy zieht nach Silveroaks, um sich von alten Wunden zu lösen, und landet mitten in einem neu gegründeten Frauenhockeyteam. Sport, Teamgeist und Neuanfänge sind hier der Motor, aber dann trifft sie auf Ethan Wellington – geheimnisvoll, ernst und mit einer Diagnose, die alles auf den Kopf stellt.
Die beiden sind wirklich tolle Charaktere mit Tiefgang: Dakota, die versucht, Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen, und Ethan, der dafür kämpfen muss, nicht nur seinen Traum aufzugeben, sondern auch sein Leben neu zu gestalten. Was mir besonders gefallen hat, ist die authentische Darstellung ihrer inneren Kämpfe und wie der Sport sie trotz Herausforderungen zusammenschweißt. Marina Maaß schreibt dabei so lebendig, dass man fast das Knirschen des Eises unter Schlittschuhen spüren kann. Die Liebesgeschichte entwickelt sich natürlich und glaubhaft, ohne kitschige Übertreibungen, was ich als erfrischend empfand.
Einziger kleiner Wermutstropfen: An manchen Stellen hätte ich mir ein paar Seiten weniger Drama gewünscht, denn die Rückblicke auf Dakotas Vergangenheit ziehen sich manchmal ein bisschen in die Länge. Aber das trübt den Lesefluss nur minimal, denn die emotionale Wirkung bleibt stark.
Kurz gesagt: Wer auf New Adult Romance mit einer Prise Sports Action, echten Emotionen und einem wohltuenden Small-Town-Feeling steht, ist hier genau richtig. „Flirting on Thin Ice“ verbindet Mut, Herzschmerz und Hoffnung in einem gelungenen Mix, der auch nach dem Zuschlagen des Buchs nachhallt.
Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen – für ein berührendes, fesselndes Buch, das zum Wohlfühlen und Mitfiebern einlädt.