Cover Anna oder: Was von einem Leben bleibt - Die Geschichte meiner Urgroßmutter (Ungekürzte Lesung)
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Erschienen:
2025-07-01
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Anna oder: Was von einem Leben bleibt - Die Geschichte meiner Urgroßmutter (Ungekürzte Lesung)

Kritik

Schon nach den ersten Minuten wusste ich: Das ist keine trockene Ahnenforschung, das ist Nähe — warm, leise und unpathetisch erzählt.

Die Kerngeschichte ist schnell erzählt: 1887, Sauerland. Anna Kalthoff kommt als neue Lehrerin nach Cobbenrode — und bleibt nicht die, die man sich vorher ausgedacht hat. Sie widersetzt sich den Erwartungen ihres Dorfes, trifft Entscheidungen über Arbeit, Liebe und Freiheit, die für die Zeit radikal wirken. Zwei Generationen später steht Henning Sußebach vor wenigen Fotos, alten Poesiealben und einem Verlobungsring und macht sich auf, die Frau hinter den Fragmenten wieder sichtbar zu machen. Mehr nicht — und doch genug, um eine ganze Lebensgeschichte zu rekonstruieren.

Anna selbst ist die Art von Figur, die man gern mit einer Tasse Kaffee begleitet: zupackend, widersprüchlich, manchmal stur, immer in Bewegung. Sußebach lässt sie nah an sich heranrücken, ohne sie zu verklären. Der Autor ist nicht nur Chronist, sondern auch Suchender: seine eigenen Recherchen, Zweifel und kleinen Triumphe sind Teil der Erzählung und geben dem Stoff eine persönliche, fast vertrauliche Tonalität. Der Stil ist handwerklich souverän, schlicht und bewegend — keine literarischen Luftsprünge, sondern klare Sätze, die genug Raum lassen für die Phantasie.

Besonders gefallen hat mir die Balance zwischen Dokumentation und erzählerischer Freiheit. Die Autorenspur ist spürbar: Man liest nicht nur das Leben einer Vorfahrin, man erlebt, wie Erinnerung konstruiert wird. Die ungekürzte Lesung verschärft dieses Gefühl — das Vorlesen schafft Nähe, Pausen werden zu kleinen Gesten, die Stimme wird zur Brücke über die Jahrzehnte. Manchmal fühlt

Klappentext

Eine Frau vor ihrer Zeit - die berührende Suche nach dem Leben der eigenen Urgroßmutter Tief im Sauerland, 1887. Eine junge Frau kommt den Weg hinauf ins Dorf Cobbenrode. Dort soll Anna Kalthoff die neue Lehrerin werden. Doch sie wird es nicht bleiben. Denn Anna widersetzt sich bald den Erwartungen des Ortes und den Regeln ihrer Zeit. Sie entscheidet selbst, was sie zu tun und zu lassen hat, wie sie leben und wen sie lieben will. Und es wird ihr nicht schaden. Zwei Jahrhunderte später ist diese inspirierende Frau schon fast gänzlich in der Vergangenheit versunken. Einige Fotos, Poesiealben, Postkarten, ein Kaffeeservice, ein Verlobungsring: Viel mehr stand Henning Sußebach nicht zur Verfügung, als er sich auf die Spuren seiner Urgroßmutter Anna begab. Nach einem Jahr der Suche verfestigte sich das Bild: Da hat eine scheinbar gewöhnliche Frau ein außergewöhnliches Leben geführt, gegen allerlei Widerstände. Anna nahm sich, was sie vom Leben wollte. Männer, Arbeit, Freiheit! Diesem Willen hat der Autor seine Existenz zu verdanken. Sein Maßstäbe setzendes Hörbuch ist der Versuch, eine schon fast gänzlich verblasste Erinnerung zu retten. Es ist eine zauberhafte Annäherung an die Vorfahren, ohne deren Entscheidungen und Mut es uns nicht gäbe. Und es ermuntert, nach den Annas zu suchen, die es in jeder Familiengeschichte gibt.

FAQ

Eine Frau vor ihrer Zeit - die berührende Suche nach dem Leben der eigenen Urgroßmutter Tief im Sauerland, 1887. Eine junge Frau kommt den Weg hinauf ins Dorf Cobbenrode.…

Besonders gefallen hat mir die Balance zwischen Dokumentation und erzählerischer Freiheit. Die Autorenspur ist spürbar: Man liest nicht nur das Leben einer Vorfahrin, man erlebt, wie Erinnerung konstruiert wird.

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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