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Die kürzeste Geschichte Deutschlands
Key Facts
Kritik
Vom Moment an, in dem man „Die kürzeste Geschichte Deutschlands“ aufschlägt, spürt man: Hier wird keine trockene Geschichtsstunde serviert, sondern ein lebendiger, spannender Ritt durch zwei Jahrtausende voller Wendungen und Widersprüche. James Hawes nimmt uns mit auf eine rasante Reise von den Anfängen der Germanen bis zur modernen Bundesrepublik – alles kompakt auf 250 Seiten, das fühlt sich fast an wie Geschichtsstoff zum Mitnehmen.
Die Handlung? Keine klassische Story, sondern ein fesselnder Überflug, der in knackigen Kapiteln per Blitzlicht die wichtigsten Stationen herauspickt: vom Teutoburger Wald über den Dreißigjährigen Krieg bis zum Aufstieg Preußens. Dabei bleibt die zentrale Frage im Raum: Gehört Deutschland eigentlich zum Westen oder zum Osten? Für Hawes ist diese Frage klar geklärt – und der Blick, den er darauf wirft, ist ebenso pointiert wie seine Stimme als britischer Germanist erfrischend unkonventionell.
Das Spannende sind nicht nur die gut ausbalancierten Fakten, sondern wie Hawes mit Leidenschaft und einer gehörigen Portion Meinung die Geschichte zum Leben erweckt. Sein Stil ist locker, ohne oberflächlich zu wirken, und er verpackt selbst komplexe Etappen so, dass man flüssig durch die Seiten rast. Das macht das Buch zu einer lässigen Lektüre, die man auch mal in einer Session durchziehen kann.
Klar, so ein ambitioniertes Werk hält nicht jedem Anspruch wasserdicht stand. Der eine oder andere Interpretationsansatz wirkt heute – wie die Einschätzung zur AfD – etwas veraltet, was zum Schmunzeln oder leichtem Stirnrunzeln führt. Man merkt aber, dass Hawes nicht in Nostalgie verfällt, sondern mutig Stellung bezieht. Gerade das gibt dem Buch auch seinen Charme, auch wenn die 3 Sterne zeigen, dass es eben nicht der ultimative Geschichtskrimi ist.
Wer auf kurzweilige und gut geschriebene historische Sachbücher steht, findet hier definitiv eine spannende und unterhaltsame Einstiegsgeschichte. Für alle, die es gern etwas tiefer und differenzierter mögen, könnte das Buch stellenweise etwas zu plakativ sein. Trotzdem: Es macht neugierig auf mehr – und das ist ja auch was wert.
Fazit: Ein lebendiger, mutiger und gut verständlicher Einstieg in die deutsche Geschichte, der zwar hier und da etwas Luft nach oben hat, aber insgesamt die Mühe wert ist. Für Fans von geschichtlichen Parforceritten mit Meinung gibt’s eine klare Empfehlung und solide 3 von 5 Sternen.
Klappentext
»Eine umfassende, souveräne Erzählung.« The Guardian
»Dieses Buch muss man lesen!« Economist
Von 500 vor Christus bis zur Gegenwart: Die Geschichte der Deutschen!
Auf 250 Seiten einmal durch 2000 Jahre deutscher Geschichte: Überzeugend und souverän führt James Hawes von den alten Römern bis in die Gegenwart. Eine große Tour durch die Jahrhunderte, die in einer leidenschaftlichen Hommage an die Bundesrepublik endet.
Gehört Deutschland dem Westen oder Osten an?
Der Sieg gegen die Römer im Teutoburger Wald, die barbarische Grausamkeit des Dreißigjährigen Kriegs, der Aufstieg des militaristischen Preußens im 18. Jahrhundert ― wie Blitzlichter scheinen diese historischen Ereignisse in James Hawes' fulminantem Parforceritt durch die deutsche Geschichte auf. Die alles beherrschende Frage, die sich wie ein roter Faden durch die Seiten zieht: Gehört das Herzstück Europas zum Westen oder zum Osten?
Für Hawes ist klar, dass dieses Land zum Westen zählt. Die Bundesrepublik, so wie wir sie kennen, sieht er in der Tradition des wahren, historischen Deutschlands, dem Staatshörigkeit, puritanischer Eifer und narben gesichtiger Militarismus stets fremd waren. Hawes ist sich sicher: Deutschland ist heute »Europas größte Hoffnung«.
»Ambitioniert, meinungsstark und unterhaltsam.« Süddeutsche Zeitung
*** Wer unterhaltsame historische Sachbücher mag, wird diesen Bestseller lieben! Absolute Pflichtlektüre für jeden Deutschen und für alle, die sich für die Geschichte Deutschlands interessieren! ***
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