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Erschienen:
2026-10-26
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Das dritte Grab

Kritik

Kaum hat man die ersten Seiten von „Das dritte Grab“ aufgeschlagen, zieht einen die düstere Atmosphäre Wiens im Jahr 1923 sofort in ihren Bann. Man spürt die Spannung in der Luft, die Verzweiflung der Menschen und das Gewicht der Vergangenheit, das auf den Schultern von Inspektor August Emmerich lastet. Die Geschichte startet mit dem mysteriösen Verschwinden des Politikers und Ex-Unterweltbosses Veit Kolja – ein Auftakt, der sofort neugierig macht und die Frage aufwirft: Was steckt wirklich hinter diesem Geheimnis?

Emmerich ist kein Superheld, sondern ein vielschichtiger Charakter, der mit seinen eigenen Dämonen kämpft und dabei wunderbar authentisch wirkt. Man begleitet ihn nicht nur bei der knallharten Ermittlungsarbeit, sondern auch bei den persönlichen Abgründen, die sich auftun. Der Schreibstil von Alex Beer ist schnörkellos, doch atmosphärisch dicht – perfekt, um sich in die kaputte Welt der Nachkriegszeit hineinzufühlen. Das Gangster-Milieu und die düsteren Gassen Wiens werden lebendig, ohne dass es jemals übertrieben wirkt. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin es schafft, Fakten und Fiktion so organisch miteinander zu verweben, dass man immer wieder überrascht wird.

Klar, manchmal zieht die Handlung an manchen Stellen ein bisschen zu sehr die dramaturgische Schraube an, und ein paar Nebenfiguren dürften gern noch etwas mehr Tiefe vertragen – aber hey, das schmälert den Gesamtspaß kaum. Gerade die Kombination aus spannender Krimihandlung und authentischem historischen Setting macht „Das dritte Grab“ zu einem echten Page-Turner.

Wer Lust auf einen mitreißenden Krimi hat, der nicht nur Nerven, sondern auch Gefühl in die Waagschale wirft, ist hier goldrichtig. Für Fans von gut recherchierten historischen Geschichten und Charakteren, bei denen man mitfiebert, ist „Das dritte Grab“ definitiv ein Volltreffer.

4 von 5 Sternen – spannend, atmosphärisch und ein bisschen rau, aber genau so muss ein Krimi aus Wien 1923 eben sein.

Klappentext

Ein verschwundener Politiker, eine erschütternde Mordserie und ein Ermittler, für den alles auf dem Spiel steht ...

Wien 1923. Die Stadt taumelt zwischen Elend und Hoffnung. Inmitten dieser zerrissenen Welt verschwindet der Politiker und einstige Unterweltboss Veit Kolja spurlos. Für Inspektor August Emmerich, der mit Kolja befreundet ist, beginnt eine fieberhafte Suche. Als kurz darauf zwei ehemalige Schleichhändler ermordet aufgefunden werden, führen die Ermittlungen ins Gangster-Milieu. Haben die Morde etwas mit Koljas Verschwinden zu tun? Ist auch er tot? Emmerich ist gezwungen, in Wiens dunkelste Winkel hinabzusteigen und sich den Schatten der Vergangenheit zu stellen. Dabei gerät er selbst ins Fadenkreuz des Mörders und muss sich fragen, ob er für diesen Fall bereit ist, alles zu riskieren ...

Ungekürzte Lesung mit Cornelius Obonya
9h 3min

FAQ

Ein verschwundener Politiker, eine erschütternde Mordserie und ein Ermittler, für den alles auf dem Spiel steht ...Wien 1923. Die Stadt taumelt zwischen Elend und Hoffnung.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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