Wenn dir das hier gefiel …
Bretonischer Stolz
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die erste Seite von „Bretonischer Stolz“ aufgeschlagen, fühlt man sich direkt an den rauen Atlantik katapultiert – salzige Luft, steife Brise und diese geheimnisvolle Atmosphäre der Bretagne, die Bannalec so meisterhaft einfängt. Kommissar Dupin steht vor einem seiner rätselhaftesten Fälle: Eine alte Filmdiva stolpert am Fluss Belon über eine Leiche, kurz darauf wird ein weiterer Toter in den sagenumwobenen Monts d’Arrée gefunden – und beide Fälle scheinen miteinander verwoben zu sein. Klingt nach viel Stoff? Ja, aber genau das macht den Charme dieses Buchs aus.
Die Handlung zieht dich mit einer spannenden Mischung aus mysteriösen Druiden-Kulten, einer Austern-Sandraub-Mafia und geheimnisvollen keltischen Brudervölkern hinein – ohne dabei überladen oder verwirrend zu werden. Dupin selbst bleibt der sympathische, etwas eigenbrötlerische Kommissar, den man schon aus den Vorgängerbänden kennt, ein echtes nordwestfranzösisches Original. Bannalecs Schreibstil ist dabei herrlich unaufgeregt, mit einem feinen Humor, der immer wieder für kurze Schmunzler sorgt – was bei düsteren Ermittlungen eine willkommene Auflockerung ist.
Was mich besonders begeistert hat? Die liebevolle Beschreibung der Region. Man schmeckt die Austern fast auf der Zunge und spürt die uralten Legenden, die tief im bretonischen Boden verwurzelt sind. Dieser Lokalkolorit bringt eine fast schon cineastische Bildhaftigkeit ins Buch, die aus dem Krimi viel mehr als nur einen reinen Spannungsroman macht. Wer einmal in die Bretagne reisen und das Gefühl von Meer und Mystik zuhause erleben will, ist hier genau richtig.
Kritisch betrachtet: Manch eine Erklärung über die Druiden-Bruderschaften ist vielleicht etwas zu viel des Guten und manches Detail hätte ruhig etwas knackiger erzählt werden dürfen – aber das ist Meckern auf hohem Niveau und stört den Lesefluss kaum.
Fazit: Wer Krimis mit Herz, Humor und einer Brise Meeresduft mag, wird „Bretonischer Stolz“ lieben. Der Fall ist clever gestrickt, die Figuren liebevoll gezeichnet, und die Bretagne zeigt sich hier von ihrer geheimnisvollen Seite. Perfekt für Leser, die Spannung und Urlaubsgefühl miteinander verbinden wollen.
5 von 5 Sternen – eine rundum gelungene Krimi-Auszeit an der bretonischen Küste!
Klappentext
Am idyllischen Fluss Belon, bekannt für seine weltberühmten Austern, zwischen atemberaubenden Klippen, geheimnisvollen Zauberwäldern und dem rauen Atlantik, stolpert eine eigenwillige alte Filmdiva kurz vor Ostern über die Leiche eines Mannes. Nur wenig später erreicht Kommissar Dupin ein Anruf aus den sagenumwobenen Hügeln der Monts d'Arrée, um die sich Legenden von Feen und dem Teufel ranken. Auch dort wurde ein Toter gefunden. Doch niemand kennt seine Identität.
Als sich herausstellt, dass die Spuren zu keltischen Brudervölkern, einer Sandraub-Mafia und rätselhaften Druiden-Kulten führen, ahnt der Kommissar: Dies wird sein bisher aberwitzigster Fall in der Bretagne.
Jean-Luc Bannalecs vierter Band seiner erfolgreichen Krimi-Reihe um den charismatischen Kommissar Dupin entführt die Leser in die malerische Küstenlandschaft des Finistère und verspricht spannende Urlaubslektüre mit Ferienstimmung.
In seinen atmosphärischen Krimis mit Kommissar Dupin aus der Bretagne liefert Jean-Luc Bannalec die ideale Lektüre für den Urlaub. Er entführt seine Leser mit feinem Humor und regionalem Verständnis in die unverwechselbare Bretagne, wo man die salzige Meeresbrise geradezu einatmen kann.
Die Krimi-Bestseller aus der Bretagne sind in folgender Reihenfolge erschienen:
Bretonische VerhältnisseBretonische BrandungBretonisches Gold
Bretonischer StolzBretonische FlutBretonisches LeuchtenBretonische GeheimnisseBretonisches VermächtnisBretonische SpezialitätenBretonische IdylleBretonische NächteBretonischer RuhmBretonische SehnsuchtBretonische VersuchungenBretonischer Glanz
Die Bücher erzählen eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.