New York Christmas Story
Kritik
Manchmal braucht es einfach eine Geschichte, die einem das Herz warm einpackt und einen direkt in den Zauber der Weihnachtszeit entführt – genau das gelingt Karin Bell mit „New York Christmas Story“ auf charmante und unverkrampfte Weise. Im verschneiten New York trifft die bodenständige Cathlyn auf Steven, einen gutaussehenden Anwalt, der sie versehentlich für eine ganz andere hält. Natürlich sprühen da Funken, Missverständnisse sorgen für Spannung, und die klassische Cinderella-Note bringt herrlich viel Herzklopfen mit sich.
Cathlyn ist eine Figur, mit der man sich schnell wohlfühlt: ehrlich, sympathisch und ein bisschen verloren, aber mit einer inneren Stärke, die man bewundern möchte. Steven dagegen ist das klassische Gegenstück – charmant, selbstbewusst und doch nicht so perfekt, wie man zunächst denkt. Karin Bells Schreibstil ist locker und leicht, mit genug Witz und Wärme, um das winterliche Setting lebendig werden zu lassen, ohne zu sehr ins Kitschige abzurutschen. Das macht das Lesen zu einer angenehmen, fast heimeligen Angelegenheit, ideal also für alle, die gerne mal in eine romantische Wohlfühloase eintauchen wollen.
Klar, der Plot folgt bewährten Mustern und das ein oder andere Klischee lässt sich nicht ganz vermeiden – wer auf Überraschungen hofft, wird hier eher sanft durch die Geschichte getragen als durchgerüttelt. Dennoch schafft es die Autorin, mit sympathischen Details und kleinen emotionalen Tiefen zu punkten. Einzig manche Dialoge hätten noch etwas mehr Pep vertragen können, um die Charaktere noch ein bisschen facettenreicher wirken zu lassen.
Wer also Lust auf eine herzerwärmende Liebesgeschichte hat, die sich wunderbar in festlicher Stimmung lesen lässt und dabei nicht zu kompliziert ist, der ist bei „New York Christmas Story“ genau richtig. Perfekt für alle, die „Winterküsse im Central Park“ schon mochten oder einfach eine süße, romantische Auszeit suchen.
4 von 5 Sternen – ein rundum gelungener Weihnachtsroman zum Abschalten und Träumen.