Garnet Flats
Kritik
„Garnet Flats“ ist so ein Buch, das einem sofort mitten ins Herz trifft – und zwar genau dort, wo alte Wunden und neue Hoffnungen sich treffen. Devney Perry erzählt hier die Geschichte von Talia Edens, deren Herz einmal komplett an Profiboxer Foster Madden ging – nur um genau so dramatisch wieder gebrochen zu werden. Jetzt, nach über einem Jahr, schlägt Foster plötzlich wieder in ihrer Heimatstadt auf, voll von Entschuldigungen und einem großen Wunsch: Hilfe beim Training für seinen nächsten Kampf. Was folgt, ist ein prickelndes Hin und Her zweier Charaktere, die sich eigentlich fernhalten wollen, aber wie Magneten voneinander angezogen sind.
Talia ist eine starke, kluge Frau, die ihre Lektionen gelernt hat und sich nicht gleich wieder in alte Muster fallen lassen will. Foster dagegen ist der charismatische, manchmal etwas unverschämte Boxer, der nie so ganz aufgibt – und vielleicht auch genau deshalb so sympathisch wirkt. Perry schreibt locker-flockig und doch mit viel Gefühl, was die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Besonders schön fand ich, wie sie die Emotionen fein austariert – kein Kitsch, sondern echte, greifbare Momente, die auch mal richtig weh tun.
Ein kleines Manko? Die Story könnte manchmal ein bisschen mehr Ecken und Kanten vertragen, und ein paar Nebenfiguren hätten ruhig etwas mehr Tiefe bekommen können. Aber ehrlich gesagt, macht das die Geschichte nicht weniger mitreißend – eher rundet es den charmanten, unkomplizierten Stil ab.
Wer Lust auf eine Mischung aus Herzschmerz, zweitem Chancen, und ein bisschen Kämpfen auf und neben dem Ring hat, ist hier goldrichtig. „Garnet Flats“ nimmt dich mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt, die du nicht so schnell vergessen wirst.
4 von 5 Sternen – für alle, die gern mal ihr Herz verlieren und es dann wieder mutig zurückerobern wollen.