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Autor:
Erschienen:
2022-05-23
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Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord: Adamsberg 1

Kritik

Manchmal braucht es einfach einen besonderen Ermittler, um einem Krimi das gewisse Etwas zu verleihen – Fred Vargas hat mit Jean-Baptiste Adamsberg genau diesen Protagonisten geschaffen. „Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord“ nimmt dich mit auf eine Reise in das Herz von Paris, wo plötzlich mysteriöse blaue Kreidekreise auftauchen. Was auf den ersten Blick wie ein harmloser Streich wirkt, entpuppt sich bald als Ausgangspunkt für ein düsteres Rätsel, das Adamsberg auf seine unkonventionelle Weise lösen muss.

Adamsberg ist keine typische Polizeifigur: sein zurückhaltendes Auftreten, seine fast verträumte Art und sein Talent, Dinge anders zu sehen als die anderen, machen ihn charmant und interessant. Man merkt sofort, dass Vargas hier keinen blassen Bürohengst schreibt, sondern einen Charakter, der durch seine Andersartigkeit besticht – was in Kombination mit dem lebendig beschriebenen Pariser Umfeld eine perfekte Mischung ergibt. Der Schreibstil ist dabei flüssig, leichtfüßig und doch nie oberflächlich; es macht Spaß, dem Gedankengang des Kommissars zu folgen, auch wenn man selbst manchmal ratlos zurückbleibt.

Einziger kleiner Haken: Manche Wendungen wirken ein bisschen zu verspielt oder zu an der Grenze zum Abwegigen, was nicht alle Lesefreunde glücklich machen wird. Wer aber offen für eigenwillige Figuren und eine Mischung aus Leichtigkeit und Dunkelheit ist, wird hier bestens unterhalten.

Kurzum: Wenn du Lust auf einen Krimi hast, der mehr mit Köpfchen und Gefühl als mit hastigen Action-Szenen überzeugt, und gerne in die charmant verschrobenen Gedankenwelten eines besonderen Ermittlers eintauchst, dann ist dieses Buch genau dein Ding. Klare Empfehlung für alle, die es etwas anders mögen – ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Klappentext

Gerade erst ist der Polizist Jean-Baptiste Adamsberg aus der tiefsten Pyrenäenprovinz nach Paris gekommen, doch sein Ruf eilt ihm voraus: Er sei still, ein Einzelgänger, der in seiner eigenen Welt lebt. Und er habe das Talent, komplizierte Fälle auf höchst ungewöhnliche Weise zu lösen. Anfangs eckt er mit seiner verschrobenen Art an, aber dann wird das Kommissariat des 5. Arrondissements zu einem Fall gerufen, der zuerst wenig mit einem Verbrechen zu tun zu haben scheint. In ganz Paris tauchen über Nacht merkwürdige blaue Kreidekreise auf. In deren Mitte liegt stets ein willkürlicher, wertloser Gegenstand: eine Bierdose, eine alte Fahrkarte, ein abgenagter Knochen. Seine Kollegen nehmen die Vorkommnisse nicht ernst, doch Adamsberg ahnt, dass der scheinbar harmlose Kreidezeichner einen perfiden Plan verfolgt. Und bald trifft ein, was Adamsberg befürchtete: Ein toter Mensch liegt im blauen Kreis...

FAQ

Gerade erst ist der Polizist Jean-Baptiste Adamsberg aus der tiefsten Pyrenäenprovinz nach Paris gekommen, doch sein Ruf eilt ihm voraus: Er sei still, ein Einzelgänger, der in seiner eigenen Welt lebt. Und er habe das Talent, komplizierte Fälle auf höchst ungewöhnliche Weise zu lösen.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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