Wenn dir das hier gefiel …
Bretonische Brandung
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die ersten Seiten von „Bretonische Brandung“ aufgeschlagen, fühlt man sich wie auf einem Boot, das leicht schaukelt – mal entspannt, mal ein bisschen unruhig. Jean-Luc Bannalec nimmt uns mit auf eine Reise an die bretonische Küste, wo Kommissar Dupin mitten in einem Wirbel aus Geheimnissen und Intrigen landet. Drei Leichen, ein ungemütlicher Sturm und jede Menge rätselhafte Verstrickungen – mehr braucht es nicht, um in diesem Krimi genau richtig einzutauchen.
Dupin selbst ist ein Charakter, der mit seiner teils chaotischen, teils charmanten Art auffällt. Er wirkt bodenständig, aber nicht langweilig, und seine kleinen Eigenheiten sorgen immer wieder für ein Schmunzeln. Besonders gelungen ist Bannalecs Feingefühl für die Atmosphäre der Bretagne: Man riecht die salzige Meeresluft, spürt den Wind und sieht die malerischen Glénan-Inseln vor sich – dieser Ort ist fast so ein eigener Protagonist im Buch. Der Schreibstil fließt locker dahin, mit einer Prise feinsinnigem Humor, der dem ernsten Thema eine angenehme Leichtigkeit verleiht.
Aber ganz ohne Kritik geht’s nicht: Die Spannung zieht sich an manchen Stellen etwas hin und plätschert gelegentlich mehr vor sich hin als dass sie so richtig Fahrt aufnimmt. Wer schnelle, adrenalingeladene Krimis erwartet, könnte hier ein bisschen enttäuscht werden. Außerdem gehen die vielen Nebeninfos und Anekdoten zum bretonischen Leben manchmal zulasten des Erzähltempos – das ist Geschmackssache und wird manche freuen, andere eher nicht.
Unterm Strich ist „Bretonische Brandung“ ein solides Krimivergnügen mit viel Lokalkolorit und einem sympathischen Ermittler, das zwar nicht mit Hochspannung glänzt, aber mit viel Charme punktet. Wer Lust auf einen etwas gemächlicheren Krimi hat, der mehr Wert auf Atmosphäre und Charakterzeichnung legt als auf hektische Action, ist hier richtig.
3 von 5 Sternen – nettes Kopfkino in luftiger Küstenbrise, aber nicht der Krimi für Rasanzjäger.
Klappentext
Zehn Seemeilen vor Concarneau an der bretonischen Küste: Die sagenumwobenen Glénan-Inseln wirken mit ihrem weißen Sand und kristallklaren Wasser wie ein karibisches Paradies – bis eines schönen Maitages drei Leichen angespült werden...
Das hatte Kommissar Dupin gerade noch gefehlt: eine wackelige Bootsfahrt am Morgen, ein nervtötender Präfekt, zu wenig Kaffee und keinerlei Anhaltspunkte. Wer sind die drei Toten am bretonischen Strand? Wurden sie Opfer des heftigen nächtlichen Unwetters? Als sich herausstellt, dass einer der Toten ein windiger Unternehmer mit politischem Einfluss, der andere ein selbstherrlicher Segler mit jeder Menge Feinden war, ahnt Kommissar Dupin nichts Gutes. War der vermeintliche Unfall auf offener See in Wahrheit ein kaltblütiger Mord?
Während bereits der nächste Sturm aufzieht, führen ihn die Ermittlungen tief in ein gefährliches Labyrinth von Verstrickungen, die Ereignisse spitzen sich zu – und am Ende ist die Wahrheit, wie so oft im Leben, kompliziert.
Die Bretagne hat einen Platz auf der Krimilandkarte erobert
Jean-Luc Bannalec begeistert mit seinen unterhaltsamen Krimis rund um Kommissar Dupin aus der Bretagne: Mit subtiler Komik und einem Auge für die lokale Farbgebung versetzt Bannalec seine Leser in die unvergleichliche Bretagne, in der man die salzige Luft des Atlantiks nahezu schmecken kann.
Die Krimi-Bestseller aus der Bretagne sind in folgender Reihenfolge erschienen:
Bretonische VerhältnisseBretonische BrandungBretonisches GoldBretonischer StolzBretonische FlutBretonisches LeuchtenBretonische GeheimnisseBretonisches VermächtnisBretonische SpezialitätenBretonische IdylleBretonische NächteBretonischer RuhmBretonische SehnsuchtBretonische VersuchungenBretonischer Glanz
Die Bücher erzählen eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.