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Autor:
Erschienen:
2023-12-11
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Mit den Augen eines Kindes

Kritik

Manchmal sind es gerade die Geschichten, die uns an unsere eigene Kindheit erinnern – an diese grenzenlose Vorstellungskraft, die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen lässt. „Mit den Augen eines Kindes“ von Petra Hammesfahr spielt genau mit diesem Spannungsbogen und nimmt uns mit in die Welt des kleinen Oliver, dessen lebhafte Fantasie mehr ist als nur kindliche Einbildung.

Oliver sieht Dinge, die kaum jemand glauben will – vor allem sein Vater, Kriminalhauptkommissar Konrad Metzner, der gewohnt ist, sich auf Fakten zu verlassen. Doch plötzlich steht mehr auf dem Spiel als nur Vorstellungskraft, denn hinter Olivers scheinbar wirren Geschichten verbirgt sich ein tödliches Geheimnis. Hammesfahr versteht es wunderbar, die Perspektive des Kindes einzufangen und dabei gleichzeitig auch die innere Zerrissenheit des Vaters detailreich zu schildern. Das erzeugt jede Menge Spannung und emotionale Tiefe – bei aller Dramatik fühlt man sich den Figuren ganz nah.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie Hammesfahr mit Sprache spielt: Klar und schnörkellos, dabei aber packend und voller kleiner Nuancen, die das Kopfkino anwerfen. Die Charaktere sind glaubwürdig und vielschichtig, die Handlung zieht ohne große Hänger durch. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen ein bisschen mehr Tempo gewünscht, gerade im Mittelteil nimmt die Story gelegentlich etwas an Fahrt raus. Aber das stört nicht groß, denn die emotionale Verbindung hält die Spannung aufrecht.

Wer Lust auf einen Thriller mit Herz hat, der nicht nur auf blutige Action setzt, sondern auch die persönliche Seite von Kriminalfällen beleuchtet, ist hier genau richtig. Petra Hammesfahr gelingt der Spagat zwischen Spannung und Gefühl – und das macht „Mit den Augen eines Kindes“ zu einem Buch, das man wirklich gerne zur Hand nimmt.

Fazit: Ein spannender, emotionaler Thriller, der mit kindlicher Perspektive und erwachsener Tiefe überzeugt. Wer keine reine Krimihascherei braucht, sondern ein warmherziges, fesselndes Leseerlebnis sucht, sollte hier unbedingt zugreifen.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Klappentext

Ein schreckliches Verbrechen. Und ein Zeuge, dem niemand glaubt.       Der kleine Oliver besitzt eine äußerst lebhafte Phantasie. Er hat schon den Weißen Hai in einem Bach entdeckt und T-Rex beim Angriff auf den Kindergarten beobachtet. Als Oliver nun erklärt, der Rex habe eine Frau entführt, glaubt ihm keiner – nicht einmal sein eigener Vater. Denn der ist als Kriminalhauptkommissar auf Tatsachen und eindeutige Beweise fokussiert. Allerdings ist Konrad Metzner nach dem Auftauchen seiner Jugendliebe diesmal nicht ganz bei der Sache. Als er die schreckliche Wahrheit hinter Olivers Worten erkennt, ist es fast zu spät. Die tödliche Gefahr ist längst vor Metzners Haustür angelangt ... -

FAQ

Ein schreckliches Verbrechen. Und ein Zeuge, dem niemand glaubt.…

Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie Hammesfahr mit Sprache spielt: Klar und schnörkellos, dabei aber packend und voller kleiner Nuancen, die das Kopfkino anwerfen. Die Charaktere sind glaubwürdig und vielschichtig, die Handlung zieht ohne große Hänger durch.

Ein spannender, emotionaler Thriller, der mit kindlicher Perspektive und erwachsener Tiefe überzeugt. Wer keine reine Krimihascherei braucht, sondern ein warmherziges, fesselndes Leseerlebnis sucht, sollte hier unbedingt zugreifen.

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