Wenn dir das hier gefiel …
Du musst nicht von allen gemocht werden
Key Facts
Kritik
Kennst du das Gefühl, festzustecken, als würde dich eine unsichtbare Bürde an deinem Glück hindern? Genau dieses Gefühl nimmt „Du musst nicht von allen gemocht werden“ von Ichiro Kishimi und Fumitake Koga auf und packt es gleich mal beim Schopf. In einem tiefgründigen Dialog zwischen einem jungen, unglücklichen Mann und einem weisen Philosophen geht es darum, wie wir uns von den Erwartungen anderer – aber auch von unseren eigenen Zweifeln – endlich befreien können. Klingt simpel, oder? Doch gerade diese Einfachheit macht das Buch so erfrischend und zutiefst befreiend.
Die Hauptfiguren sind minimalistisch gehalten, fast schon archetypisch: der Suchende und der Lehrer. Das macht es leicht, sich in die Situation hineinzuversetzen, auch weil der Schreibstil sehr klar und flüssig ist, fast so, als würde man selbst beim Gespräch am Tatami sitzen. Besonders spannend fand ich die philosophischen Impulse, die auf der Adler‘schen Psychologie basieren – wer hätte gedacht, dass so viel Lebenshilfe in so wenigen Worten stecken kann?
Was mir gut gefallen hat: Das Buch sorgt dafür, dass man mal richtig umzudenken beginnt, ohne dabei belehrend oder trocken zu wirken. Es bringt zum Nachdenken, aber auch zum Aufatmen. Klar, manchmal wiederholt sich die Botschaft ein wenig, und wer schon mit Psychologie vertraut ist, kennt manche Ansätze vielleicht schon. Zudem ist das Dialogformat nicht jedermanns Sache – der eine will lieber ein Buch voller praktischer Tipps, der andere liebt genau diese philosophischen Gespräche.
Falls du also gerade mit deinem inneren Kritiker ringst oder dich fragst, wie du dich von den Erwartungen anderer lösen kannst, ist dieses kleine Buch definitiv einen Blick wert. Es bietet keine schnelle, magische Lösung, aber eine echt gute Einladung, das Leben mal aus einer neuen Perspektive zu sehen.
Am Ende bleibt ein echter Augenöffner, der dich ermutigt, dein Dasein selbst in die Hand zu nehmen – und das finde ich richtig stark.
Bewertung: 4 von 5 Sternen
Klappentext
Ein zutiefst unglücklicher junger Mann trifft auf einen Philosophen, der ihm erklärt, wie jeder von uns in der Lage ist, sein eigenes Leben zu bestimmen, und wie sich jeder von den Fesseln vergangener Erfahrungen, Zweifeln und Erwartungen anderer lösen kann. Es sind die Erkenntnisse von Alfred Adler – dem großen Vorreiter der Achtsamkeitsbewegung – die diesem bewegenden Dialog zugrunde liegen, die zutiefst befreiend sind und uns allen ermöglichen, endlich die Begrenzungen zu ignorieren, die unsere Mitmenschen und wir selbst uns auferlegen. «Du musst nicht von allen gemocht werden» ist ein zugänglicher wie tiefgründiger und definitiv außergewöhnlicher Lebenshilfe-Ratgeber – Millionen haben ihn bereits gelesen und profitieren von seiner Weisheit.