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Valley of Death
Key Facts
Kritik
Schon beim Aufschlagen von „Valley of Death“ spürt man, dass hier ein hochaktuelles und brisantes Thema auf spannende Weise erzählt wird – fast wie ein Politthriller, nur ohne vordergründige Action, sondern mit ganz viel Hirnschmalz. Sharon Weinberger nimmt uns mit auf eine Reise zu den Schattenzonen, in denen Silicon Valley, Pentagon und CIA kollidieren und neue Machtstrukturen formen, die unser aller Leben beeinflussen – oft viel radikaler, als wir das auf dem Schirm haben.
Im Kern geht es um den Einfluss einiger der mächtigsten Tech-Milliardäre unserer Zeit – Elon Musk, Peter Thiel und Co. – auf die US-amerikanische Verteidigung und Sicherheitspolitik. Weinberger entschlüsselt geschickt, wie eng die Hightech-Welt mit Militär und Geheimdiensten verwoben ist, eine Verbindung, die sich vom War on Terror bis hin zur Trump-Ära immer mehr verschärft hat. Spannend ist dabei, wie sie die Figuren nicht bloß als abgefahrene Super-Unternehmer darstellt, sondern auch ihre Ambivalenzen zeigt: Welche Verantwortung tragen sie, wenn sie über Technologien verfügen, die Kriegführung und Freiheit gleichermaßen beeinflussen?
Der Schreibstil ist dabei bemerkenswert klar und doch fesselnd. Kein trockener Fachtext, sondern ein erzählerischer Duktus, der Fakten und Analysen so verbindet, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Weinberger schafft es, komplexe Themen verständlich und zugänglich zu machen, ohne sie zu sehr zu vereinfachen. Besonders gefallen haben mir die Einblicke hinter die Kulissen, die überraschenden Querverbindungen und die Dringlichkeit, die das Buch transportiert – als müsse man jetzt genau hinhören.
Klar, manchmal zieht sich das etwas, vor allem wenn Details zu Technologien oder politischen Vorgängen streckenweise sehr genau erläutert werden. Für Leser:innen ohne besonderes Interesse an Sicherheitspolitik oder Wirtschaft könnte das etwas viel sein. Auch hätte ich mir stellenweise ein bisschen mehr Herausarbeitung möglicher Alternativen oder Lösungen gewünscht, statt der oft düsteren Bestandsaufnahme.
Unterm Strich ist „Valley of Death“ eine intensive und aufrüttelnde Lektüre für alle, die wissen wollen, wie tickt die Engine, die unsere Zukunft gestaltet. Wer sich für Technologie, Politik und die Macht der Wirtschaft interessiert, sollte das Buch definitiv auf dem Radar haben. Für einen entspannten Sonntagnachmittag sorgt es zwar nicht, aber garantiert für spannende Diskussionen danach.
4 von 5 Sternen – ein wichtiger Beitrag über ein Thema, das uns alle angeht und von dem man nach dem Lesen länger nachdenkt.
Klappentext
'A landmark of research and synthesis. Few other subjects are of greater moment . . . With admirable sensitivity and balance, Weinberger explores the moral and practical implications inherent in such a seismic shift . . . Carries echoes of Tom Wolfe' New York Post
'Superb' Los Angeles Review of Books
Elon Musk, Peter Thiel, and Alexander Karp. These tech titans are fast becoming some of the most powerful figures in the realm of national security, with enormous implications for us all. As Sharon Weinberger reveals in this gripping account, the American military and spy agencies helped to create Silicon Valley as we now know it, and some of its biggest and most valuable companies today owe much of their success to the Pentagon and CIA. Beginning with the War on Terror and accelerating under Donald Trump, however, the old alliance between elected leaders in Washington and the unelected CEOs of Silicon Valley has grown increasingly uneasy as power has shifted to the private sector and Big Tech exerts greater and greater influence over its old patrons. Companies such as SpaceX and Palantir, along with newer entrants to the field such as Anduril, are proudly supporting-and quietly shaping-US national defense, whether by providing spies and soldiers with AI and cloud-computing tools or actual military hardware such as microwave weapons, hypersonic missiles, and advanced drones.
The implications of this historic shift are poorly understood and fraught with peril. What happens when mercurial billionaires like Elon Musk control weapons and technologies that were once the preserve of the US government? How will this new military-industrial complex affect the way wars are fought, or even which wars are fought? That is the urgent question before us today, at the dawn of this new era-and as Weinberger reveals, it is one on which our collective future might well hinge.
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