Madame Mort und der tote Onkel - Madame Mort, Band 1 (ungekürzt)
Kritik
Wer hätte gedacht, dass eine Leiche so aufregend sein kann? Dr. Berthe Saunier, Pathologin mit Hang zum Gemüsegarten, will eigentlich nur ein ruhiges Wochenende im beschaulichen St. Pierre verbringen – und landet prompt mittendrin in einem skurrilen Kriminalfall, bei dem nicht nur die Nerven blank liegen, sondern auch die Frage: Wer klaut eigentlich eine Leiche?
Pierre Lagrange gelingt mit „Madame Mort und der tote Onkel“ ein herrlich leichter Cosy-Crime-Roman, der ganz ohne düstere Gossen auskommt, dafür mit viel französischem Flair und einer absolut sympathischen Protagonistin punktet. Berthe ist so authentisch und bodenständig, dass man ihr am liebsten dabei zusehen möchte, wie sie in ihrem Bauerngarten wühlt – selbst wenn sie gerade ungeplant zur Geburtshelferin avanciert oder einem ziemlich verzwickten Fall auf die Spur kommen muss. Die Mischung aus lockerem Erzählstil, kleinen humorvollen Momenten und einem echten Charme der Provence macht das Hörbuch zu einem kurzweiligen Vergnügen.
Die Story hält genau die richtige Balance zwischen Spannung und Wohlfühlatmosphäre, ohne mit allzu komplexen Ermittlungen zu nerven – ideal für alle, die kein blutrünstiges Crime-Drama, sondern gemütliche Unterhaltung wollen. Einzig manche Dialoge wirken ab und an etwas zu konstruiert, und wer zu viel Nervenkitzel erwartet, könnte das Tempo als etwas zu entspannt empfinden.
Insgesamt ist „Madame Mort und der tote Onkel“ eine erfrischende Krimi-Entdeckung für gemütliche Lesestunden. Wer Lust auf sympathische Charaktere, einen Hauch Abenteuer abseits der Metropole und einen sonnigen Krimi mit französischem Flair hat, liegt hier genau richtig.
4 von 5 Sternen – genau das Richtige für alle, die gemütlichen Cosy Crime mit einer Prise Provence suchen.