Wenn dir das hier gefiel …
Tote Mädchen lügen nicht
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Abspielen der Kassette sitzt du mit Clay mitten in einer emotionalen Achterbahnfahrt. „Tote Mädchen lügen nicht“ ist kein Buch, das man einfach so weglegt – es packt dich, rüttelt an Gefühlen und lässt dich nicht so schnell los. Die Geschichte dreht sich um Hannah Baker, die mit 13 Begegnungen und den Menschen dahinter den Grund für ihren tragischen Schritt erklärt – und Clay, der die Kassetten hört und auf einmal Teil ihrer Geschichte wird.
Jay Asher schafft es, aus einem ernsten und schweren Thema wie Suizid und Mobbing einen spannenden Thriller zu machen, der unter die Haut geht, ohne dabei zu schwer oder belehrend zu wirken. Die Figuren wirken echt, insbesondere Clay mit seinen leisen Zweifeln und der quälenden Frage, was er anders hätte machen können. Der Erzählstil ist locker und direkt, die Kassetten-Mechanik zieht eine intensive Atmosphäre auf und macht das Lesen fast schon zu einem Erlebnis, das man mit Clay zusammen durchlebt.
Natürlich gibt es auch Kritikpunkte: Manche Beweggründe der Personen wirken ein wenig vereinfacht oder wiederholen sich zu oft, sodass sich an manchen Stellen kleinere Längen einschleichen. Und wer die Netflix-Serie schon kennt, könnte das Buch manchmal als etwas vorhersehbar empfinden – trotzdem lohnt sich der Blick in schriftlicher Form definitiv. Nicht jeder wird mit dem Thema warm, und die emotionale Dichte ist eben nichts für zwischendurch oder wenn man gerade ganz entspannt lesen will.
Am Ende ist „Tote Mädchen lügen nicht“ ein Buch, das sich traut, unbequeme Fragen zu stellen und dich mit auf eine Reise nimmt, die noch lange nachhallt. Wenn du bereit bist, dich auf eine Geschichte einzulassen, die mehr als nur Unterhaltung bietet, dann ist das hier genau das Richtige für dich.
4 von 5 Sternen – ein bewegendes Buch mit Tiefgang, das du nicht so schnell vergisst.
Klappentext
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf "Play" – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Suizid geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...
Jay Asher ist mit "Tote Mädchen lügen nicht" ein Bestseller gelungen, der sich zu einem modernen Klassiker entwickelt hat und als Netflix Original verfilmt wurde.