Galgenstrick und Butterbrezel
Key Facts
Kritik
Gleich beim ersten Kapitel fühlt man sich mitten hineinversetzt in das verschlafene Krindelsdorf, wo manchmal mehr unter der Oberfläche brodelt, als die gemütliche Dorfgemeinschaft vermuten lässt. Jessica Müller bringt mit „Galgenstrick und Butterbrezel“ genau die richtige Portion Spannung und Dorfcharme zusammen – ein Mord mitten im Robin-Hood-Festival? Da ist Beschaulichkeit endgültig passé.
Im Zentrum steht Kriminaldirektor Alexander Hirschberg, der zusammen mit seinem Team – der resoluten Hauptkommissarin Hansen und dem neuen Kommissar Holzmann – versucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Ihre Ermittlungen sind spannend und gut konstruiert, das Zusammenspiel der Charaktere wirkt authentisch und macht einfach Spaß beim Lesen. Janinas geheimnisvolles Leben und die Abfolge der Fälle halten die Nerven in Daueranspannung, ohne dabei wertvolle Details zu vernachlässigen.
Jessica Müllers Schreibstil ist leicht, flüssig und gleichzeitig tiefgründig genug, um die düstere Atmosphäre perfekt einzufangen. Ich mochte besonders, wie die Autorin diesen Mix aus Dorfidylle und brutaler Realität hinbekommt – das macht das Buch zu einem Pageturner, den man kaum aus der Hand legen mag. Natürlich gibt es hier und da kleine Längen, die ein bisschen Tempo rausnehmen, aber insgesamt sind diese Passagen mehr Verschnaufpausen als Hänger.
Wer also Lust auf einen clever gestrickten Krimi hat, der mit sympathischen Figuren und einer Prise schwarzem Humor überzeugt, sollte unbedingt zugreifen. Perfekt für alle, die sich gern mal in einem Ermittlerteam verlieren und eine ordentliche Portion Spannung mit lokalem Flair genießen wollen.
Fazit: „Galgenstrick und Butterbrezel“ überzeugt als stimmungsvoller und cleverer Krimi mit Charme und Tiefgang – nicht nur für Fans von Dorfkrimis. Für mich klare 4 von 5 Sternen, weil die Geschichte einfach Spaß macht und mich bis zuletzt bei der Stange gehalten hat.
Klappentext
Endlich soll das langersehnte Robin-Hood-Festival des Bogenschützenvereins stattfinden. Doch dann der Schock: Janina Brammer, die Tochter des Feuerwehrhauptmanns, ist tot. Die junge Frau wurde mit einer Garotte erdrosselt! Der Mord erschüttert Krindelsdorf bis ins Mark - und bleibt kein Einzelfall. Kurz darauf baumelt eine Leiche am Galgen, der als Requisite für das Festspiel dienen soll ...
Der frisch beförderte Kriminaldirektor Alexander Hirschberg übernimmt die Ermittlungen. Unterstützt wird er von Hauptkommissarin Hansen und ihrem neuen Partner, Kommissar Holzmann. Sie stellen fest: Janina hatte ein Geheimnis ... und der Mörder ist noch lange nicht fertig!
Der zehnte Fall für Hirschberg und die Krindelsdorfer - als extralange Jubiläumsausgabe!
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