Das kleine Landhotel in Portugal
Kritik
Wer bei „Das kleine Landhotel in Portugal“ nicht sofort Lust auf eine kleine Auszeit bekommt, hat wirklich kein Herz für Sommerromanze und Urlaubsgefühle. Julie Caplin entführt uns an die sonnenverwöhnte Algarve, wo Rebecca, frisch mit gebrochenem Herzen, einen Neuanfang startet – als Pilateslehrerin und Zimmermädchen in einem charmanten Landhotel, das förmlich nach Entspannung, Orangenblüten und Meer duftet.
Die Handlung ist so sympathisch unkompliziert wie eine laue Sommernacht: Rebecca entdeckt nicht nur die idyllische Umgebung mit all ihren kleinen Freuden, sondern auch die herzliche Gastfreundschaft. Und ja, da ist Felipe, ein Typ mit so viel Charme und Witz, dass man sich sofort fragt, ob er nicht auch in der echten Welt existiert. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, besonders Rebecca wirkt authentisch – keine überkandidelte Heldin, sondern eine Frau, mit der man sich gut verstanden fühlt. Caplins Schreibstil ist angenehm locker, ohne seicht zu sein, man liest quasi im Flug und freut sich an den schönen Beschreibungen ohne zu versinken.
Klar, das Rad wird hier nicht neu erfunden, und die Story folgt bekannten Wohlfühl-Mustern. Für Leser:innen, die mehr Tiefgang oder überraschende Wendungen erwarten, könnte es etwas zu vorhersehbar sein. Aber mal ehrlich: Manchmal will man genau das ja auch gar nicht, sondern einfach nur ein Buch, das einem für ein paar Stunden das Fernweh und den Alltag wegschmilzt.
Fazit: Ein unaufgeregter, charmanter Sommerroman, der perfekt ist für alle, die sich nach einer Portion Sonne, Herzklopfen und Urlaubsstimmung sehnen. Ideal für den Strand, den Balkon oder das Kopfkino nach Feierabend.
4 von 5 Sternen – ein echtes Wohlfühlbuch, das das Herz wärmt und die Seele atmen lässt.