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Autor:
Erschienen:
2022-05-17
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In den Wäldern der Biber

Kritik

Schon der erste Satz zieht einen in eine Welt, die so nah und gleichzeitig so fern scheint: Alina, mitten im Großstadtchaos, flüchtet zurück in die Stille eines brandenburgischen Dorfes – zu ihrem großväterlichen Rückzugsort, den sie 18 Jahre lang gemieden hat. Was folgt, ist eine Geschichte, die auf ganz leise Weise berührt.

Im Kern geht es um Neubeginn und die oft komplizierte Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Alina wird bei ihrem Großvater willkommen geheißen – einem Menschen, der mit seinem schroffen Alltag zwischen Hühnern und Biberbeobachtungen eine ganz eigene Ruhe ausstrahlt. Die Szenerie am Waldrand fungiert dabei nicht nur als Kulisse, sondern als lebendiger Charakter, der Erinnerungen weckt und Wunden heilt. Der Erzählstil von Franziska Fischer ist dabei angenehm unaufgeregt, mit liebevollen Details, die ohne Schnörkel vermitteln, wie viel Frieden die Natur schenken kann.

Was mir richtig gut gefallen hat: Die Figuren sind kein Klischee, sondern echte Menschen mit Macken und Tiefe. Alinas innere Zerrissenheit wird glaubwürdig dargestellt, und der Großvater ist trotz seiner manchmal grantigen Art unglaublich warmherzig. Das nimmt einen mit, ohne kitschig zu wirken. Zwischendurch hätte ich mir allerdings etwas mehr Tempo oder Spannung gewünscht, manchmal zieht sich die Handlung ein wenig – aber gerade das langsame Tempo passt natürlich auch zur Stimmung des Buches.

Wenn du Lust auf eine ruhige, herzerwärmende Geschichte hast, die sich Zeit nimmt für Momentaufnahmen und die Kraft der Natur, dann ist „In den Wäldern der Biber“ genau das Richtige. Kein Pageturner, aber ein Buch für die Seele, das nachklingt.

Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen – ein Wohlfühlroman mit Tiefgang, der zeigt, wie heilsam ein Schritt zurück zu den Wurzeln sein kann.

Klappentext

Als ihr wohlgeordnetes Leben ins Wanken gerät, flüchtet Alina aus dem hektischen Frankfurt zu dem einzigen Menschen, der ihr einfällt: ihr Großvater, der in einem kleinen brandenburgischen Dorf lebt. Seit achtzehn Jahren hat sie keinen Kontakt mehr zu ihm. Der alte Mann wohnt allein in einem viel zu großen, renovierungsbedürftigen Haus am Waldrand. Er hält Hühner, pflegt den Garten, backt Brot, beobachtet Biber – und nimmt seine Enkelin bei sich auf, ohne viele Fragen zu stellen. Dunkel und fast ein wenig unwirklich sind Alinas Kindheitserinnerungen an die Ferien bei ihren Großeltern; im Alltagsstress gefangen, hat sie seit Jahren nicht mehr an die Sommer im Dorf gedacht. Nun, inmitten der Natur, kehren die Erinnerungen zurück. Ehe sie sichs versieht, verliebt sie sich nicht nur in den Ort und die umliegenden Wälder. Doch bevor sie sich ein neues Leben aufbauen kann, gibt es einiges, wovon Alina sich befreien muss. Eine Geschichte über eine besondere Großvater-Enkelin-Beziehung und eine Hommage an das Leben auf dem Land, die Ruhe und den Frieden, den wir in der Natur finden.

FAQ

Als ihr wohlgeordnetes Leben ins Wanken gerät, flüchtet Alina aus dem hektischen Frankfurt zu dem einzigen Menschen, der ihr einfällt: ihr Großvater, der in einem kleinen brandenburgischen Dorf lebt. Seit achtzehn Jahren hat sie keinen Kontakt mehr zu ihm.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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