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Autor:
Erschienen:
2023-01-17
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The Shards - Roman (Ungekürzte Lesung)

Kritik

Schon beim Eintauchen in „The Shards“ fühlt man sich sofort mitten in die verrauchte Atmosphäre eines kalifornischen Sommers der 1980er Jahre versetzt – mit all den Verlockungen, Ängsten und dem unterschwelligen Grauen, das durch die Straßen von L.A. zieht. Bret Easton Ellis gelingt hier eine beklemmende Mischung aus Coming-of-Age-Drama und düsterem Thriller, die dich sofort packt und so schnell nicht mehr loslässt.

Im Mittelpunkt steht der siebzehnjährige Bret, der an einer elitären Highschool nicht nur mit den üblichen Teenie-Dramen kämpft, sondern auch mit einem Serienmörder, der die Stadt in Atem hält. Die Ankunft von Robert Mallory, einem faszinierend charismatischen Mitschüler, der zugleich geheimnisvoll und beunruhigend ist, bringt eine ganz neue Dynamik in die Clique – und in Brets ohnehin verunsicherte Gefühlswelt. Was besonders verblüfft: Alles wird aus Brets subjektiver Sicht erzählt, und man ist ständig hin- und hergerissen, wie viel von dem, was er erlebt und beschreibt, Realität ist und wie viel möglicherweise in seiner Fantasie entsteht.

Ellis’ Schreibstil ist, wie man es erwartet, messerscharf und dabei unglaublich präzise. Seine Sprache wirkt manchmal kühl und distanziert, was gerade die Spannung und das Gefühl der Isolation perfekt unterstreicht. Das Einflechten von dunklem Humor lockert die bedrückende Atmosphäre immer wieder kurz auf, ohne den Ernst der Geschichte zu schmälern. Die Charaktere – vor allem Bret und Robert – sind alles andere als eindimensional: Sie sind verwundbar, widersprüchlich und manchmal so irritierend, dass man fast selbst zum Teil der Erzählung wird.

Was nicht jedem gefallen könnte, ist die teilweise fragmentarische Erzählweise und die absichtlich undurchsichtige Erzählperspektive. Für Leser, die eine klare, durchgängige Handlung erwarten, kann „The Shards“ manchmal etwas anstrengend sein. Doch genau das macht den besonderen Reiz aus: Die Unsicherheit, das Fragen nach Wahrheit und Wahrnehmung, fesseln und fordern den Leser gleichermaßen. Wer auf düstere Coming-of-Age-Geschichten mit einem leichten Mystery-Touch steht, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

Kurz gesagt: „The Shards“ ist kein Buch, das man mal eben nebenbei liest – es braucht Aufmerksamkeit, und es zahlt sich aus. Ein intensives, eigenwilliges Leseerlebnis, das noch lange nachhallt. Von mir gibt’s 4 von 5 Sternen. Wer den typischen Ellis-Flair liebt und sich gern in düstere Welten stürzt, sollte zugreifen.

Klappentext

Bret Easton Ellis' meisterhafter neuer Roman erzählt eine traumatische Geschichte: Während seiner eigenen Schulzeit war ein Serienmörder in L.A. eine Bedrohung für die Jugendlichen.

Der siebzehnjährige Bret ist in der Oberstufe der exklusiven Buckley Prep School, als ein neuer Schüler auftaucht. Robert Mallory ist intelligent, gutaussehend und charismatisch und zieht Bret magisch an. Bret ist sich sicher, dass Robert ein düsteres Geheimnis hat, und kann dennoch nicht verhindern, dass Robert Teil seiner Freundesgruppe wird. Als der Trawler, ein Serienmörder, der Jugendliche auf bestialische Weise umbringt, immer näher an ihn und seine Clique heranrückt, gerät Bret zunehmend in eine Spirale aus Paranoia und Isolation. Doch wie zuverlässig ist Bret als Erzähler?

The Shards ist eine faszinierende Mischung aus Fakten und Fiktion, aus Realität und Fantasie, die auf brillante Weise das emotionale Gefüge von Brets Leben als Siebzehnjähriger auslotet - Sex und Eifersucht, Besessenheit und mörderische Wut. Fesselnd, raffiniert, spannend, eindringlich und oft düster-komisch - The Shards ist ein unnachahmliches Meisterwerk.

FAQ

Bret Easton Ellis' meisterhafter neuer Roman erzählt eine traumatische Geschichte: Während seiner eigenen Schulzeit war ein Serienmörder in L.A. eine Bedrohung für die Jugendlichen.Der siebzehnjährige Bret ist in der Oberstufe der exklusiven Buckley Prep School, als ein neuer Schüler auftaucht.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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