Threshing Day – Flammengeküsst (Flammengeküsst-Reihe)
Kritik
Wenn Drachen über Leben und Tod entscheiden und 13 junge Kadetten alles riskieren, um zu Reitern zu werden, ist Spannung vorprogrammiert – genau das erwartet euch in „Threshing Day – Flammengeküsst“. Der Roman bringt eine ganze Reihe facettenreicher Charaktere zusammen, die alle auf diese eine entscheidende Prüfung zusteuern, bei der es keine zweite Chance gibt. Man spürt die Gefahr und den Ehrgeiz auf jeder Seite, während Rivalitäten und unerwartete Bündnisse das Geschehen würzen.
Die Figuren sind keine typischen Helden, sondern lebendig und mit Ecken und Kanten ausgestattet. Xaden, Rhiannon, Dain & Co. haben alle ihren eigenen Antrieb und sorgen für Abwechslung, was das Lesen kurzweilig macht. Besonders gefallen hat mir, wie Rebecca Yarros es schafft, trotz der actiongeladenen Handlung immer auch die inneren Kämpfe und Motivationen der Protagonisten herauszuarbeiten. Der Schreibstil ist dabei flüssig und dynamisch, gerade im Dialog wirkt alles sehr natürlich – da habe ich mich oft erwischt, wie ich richtig mitfiebere.
Klar – mit so vielen Figuren wird es ab und an etwas unübersichtlich, und manche Nebencharaktere könnten noch ein Tick mehr Tiefe vertragen. Wer allerdings eine komplexe Welt mit Drachen, harten Prüfungen und einer guten Portion Drama mag, wird sich gut aufgehoben fühlen. Die kurzen Geschichten ergänzen die Hauptstory perfekt und machen das Ganze abwechslungsreich.
Am Ende bringt „Threshing Day“ all die Emotionen und den Nervenkitzel auf den Punkt, die man von einem Drachenepos erwartet – spannend, mitreißend und nicht ohne Herz. Für Fans von Fantasy mit starken Charakteren und einem Hauch von Gefahr ein echter Treffer.
4 von 5 Sternen – ein Buch, das sich lohnt, wenn ihr Lust auf Drachen, Mut und eine spannend erzählte Challenge habt!