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Erschienen:
2013-05-17
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Odyssee

Kritik

Kaum ein Buch nimmt dich so mit auf eine wilde Reise wie die „Odyssee“ – ein episches Abenteuer, das nicht nur von Heldentum, sondern auch von Sehnsucht und Menschlichkeit erzählt. Hier geht’s um Odysseus, den cleveren Herrscher von Ithaka, der nach zehn Jahren Krieg endlich zurück nach Hause will. Doch die Götter spielen verrückt, und so wird seine Rückkehr zum steinigen, fast endlosen Trip durch das Mittelmeer. Parallel dazu steht sein Sohn, der sich gegen eine fiese Schar von Freiern behaupten muss, die das Familiennest übernehmen wollen. Klingt nach einem Mix aus Action, Familiendrama und einer Prise griechischer Mythologie? Genau das ist es!

Was mich wirklich gefesselt hat, ist die Figur Odysseus selbst. Kein strahlender Superheld, sondern ein kluger, manchmal zweifelnder Mann, der auf der Suche nach Heimat und Frieden ist. Die Abenteuer sind so vielfältig, dass man zwischendurch fast vergisst, dass hier ein uraltes Werk erzählt wird. Die Sprache bleibt dabei überraschend zugänglich und frisch – Manfred Schradi gelingt es, die altgriechischen Zeilen neu wirken zu lassen, ohne dass sie angestaubt oder sperrig rüberkommen. Besonders spannend fand ich die Mischung aus mythischen Fabelwesen und ganz irdischen Konflikten – dieser Kontrast macht das Ganze lebendig und zeitlos.

Klar, ein bisschen Geduld solltest du mitbringen: Einige Passagen ziehen sich anfangs, und die vielen Namen können anstrengend sein, wenn du nicht ganz im Mythologie-Fieber bist. Aber hey, genau das gehört eben dazu, wenn man sich auf so eine epische Reise einlässt. Die Inszenierung unter Bernhard Rübenach verstärkt die Dramatik wunderbar, was besonders Fans von Theaterversionen gefallen dürfte.

Kurz gesagt: Wenn du Lust auf eine zeitlose Geschichte hast, die Abenteuer, Familie und Göttergebaren miteinander verwebt – und du bereit bist, dich auf eine langsam entfaltene, aber wahnsinnig komplexe Erzählung einzulassen – dann ist die „Odyssee“ ein Volltreffer. Nicht ohne Grund ein Klassiker, der auch heute noch neugierig macht und berührt.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen, weil die beeindruckende Erzählkunst, die emotionale Tiefe und das packende Drama einfach überzeugen – und nur hier und da ein Hauch von Langatmigkeit den Lesefluss etwas bremst. Ein must-read für alle, die weniger auf schnelle Action und mehr auf ehrliche, große Geschichten stehen.

Klappentext

Odysseus, Herrscher von Ithaka, möchte nach einem 10-jährigen Feldzug und dem Sieg gegen Troja in seine Heimat zurückkehren. Die Götter meinen es jedoch nicht gut mit ihm, so dass er lange im Mittelmeer treibt und weit von Heimat entfernt strandet. Währenddessen begibt sich sein mittlerweile volljähriger Sohn auf die Suche nach ihm, da das Haus seiner Mutter von Freiern belagert wird, die darauf trachten, Odysseus zu "beerben". Nach langen Reisen und vielen Abenteuer treffen sich die beiden bei einem Schweinehirt in Ithaka und "beseitigen" die Freier. Bearbeiter: Manfred Schradi,Regie: Bernhard Rübenach

FAQ

Odysseus, Herrscher von Ithaka, möchte nach einem 10-jährigen Feldzug und dem Sieg gegen Troja in seine Heimat zurückkehren. Die Götter meinen es jedoch nicht gut mit ihm, so dass er lange im Mittelmeer treibt und weit von Heimat entfernt strandet.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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