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Autor:
Erschienen:
2026-04-21
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John of John (ungekürzt)

Kritik

Es gibt Bücher, die einen sofort packen, obwohl sie nicht mit Actionszenen punkten oder mit rasanten Wendungen – "John of John" von Douglas Stuart ist genau so ein Buch. Man taucht ein in das raue, windige Leben auf den Hebriden, wo jeder Tag mehr Pflicht als Freiheit ist und die Menschen mit einer Intensität lieben, die weh tut.

Im Zentrum steht Cal, der nach seiner künstlerischen Ausbildung auf die Heimatinsel zurückkehrt und sich plötzlich zwischen den Erwartungen seines Vaters und den Sehnsüchten seines eigenen Herzens wiederfindet. Die Beziehung zu John, diesem strengen, aber tief verbundenen Vater, wird zum Spiegel der inneren Kämpfe, während Cal sich durch seine Nähe zu Innes langsam aus der erstickenden Enge löst. Die Figuren sind so authentisch und verletzlich gezeichnet, dass man sie kaum loslassen möchte – man spürt den kalten Wind, hört das Klappern der Webstühle und fühlt die Spannung, die in jedem noch so kleinen Blick zwischen ihnen liegt.

Douglas Stuarts Schreibstil ist dabei das Sahnehäubchen: präzise, aber nie erdrückend, mit einem feinen Gespür für Details und einer Stimmung, die lange nachhallt. Manchmal zieht sich der Rhythmus ein bisschen, vor allem wenn die täglichen Tätigkeiten auf der Insel im Fokus stehen, doch das ist eher ein sanfter Sand im Getriebe als ein echtes Manko.

Wer tiefgründige Geschichten liebt, bei denen Liebe, Familientriebe und Selbstfindung auf eine unaufgeregte, aber eindringliche Weise erzählt werden, findet hier definitiv sein neues Lieblingsbuch. "John of John" ist kein leichtes Bettlektüre-Kleinod, sondern eine intensive Erfahrung – ehrlich, bewegend und unvergesslich.

4 von 5 Sternen – für eine Geschichte, die unter die Haut geht und lange im Kopf bleibt.

Klappentext

Ohne Geld und mit wenig vorzuweisen nach seiner Ausbildung an der Kunsthochschule, nimmt Cal die Fähre nach Hause auf die Insel Harris und all das, vor dem er nach Edinburgh geflüchtet war, ist wieder da: das karge Leben auf den Hebriden, der windgepeitschte Kreislauf aus Schafzucht und Nächten am Webstuhl, die Enge der Inselgemeinschaft. Sein Vater hat ihn nach Hause in sein altes Leben beordert. John, dem er all sein Wissen über Farben und Wolle verdankt, dessen Hingabe als Tweed-Weber er liebt und dessen presbyterianische Strenge er hasst. Sie sind einander so nah und kennen sich so wenig, blind für das wohlgehütete Geheimnis des anderen. Niemals könnte Cal dem Vater von seiner Sehnsucht nach einem Partner erzählen, wo dieser schon seine langen Haare als Sünde ahndet. Stattdessen sucht Cal immer mehr die Nähe von Innes, Johns sanftem bestem Freund, während sich die Fäden, die ihre fragile Gemeinschaft zusammenhalten, immer dichter verweben. Ein großer Roman über Verpflichtung und Verblendung, Liebe und Scham und die verwandelnde Kraft der Wahrheit.

FAQ

Ohne Geld und mit wenig vorzuweisen nach seiner Ausbildung an der Kunsthochschule, nimmt Cal die Fähre nach Hause auf die Insel Harris und all das, vor dem er nach Edinburgh geflüchtet war, ist wieder da: das karge Leben auf den Hebriden, der windgepeitschte Kreislauf aus Schafzucht und Nächten am Webstuhl, die Enge der Inselgemeinschaft. Sein Vater hat ihn nach Hause in sein altes Leben beordert.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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