Happy Weekend - Die perfekte Auszeit. Euer schlimmster Albtraum. (Autorisierte Lesefassung)
Kritik
Schon die ersten Seiten von „Happy Weekend - Die perfekte Auszeit. Euer schlimmster Albtraum.“ haben mich sofort gepackt – dieser Mix aus Alltag und plötzlich einsetzender Gefahr zieht dich einfach mit. Katja und Marcel starten mit bester Laune in ihr verlängertes Wochenende, ganz entspannt, bis das Schicksal am Rastplatz zuschlägt: Das Gepäck ist weg, und was als kleiner Ärger begann, entwickelt sich rasend schnell zum Horrortrip. Ohne große Umschweife landen die beiden in einer tödlichen Falle, in der jeder Schritt zur Frage über Leben und Tod wird.
Die Figuren sind so nahbar, dass man sich sofort mit Katja und Marcel identifiziert – keine perfekten Helden, sondern ganz normale Leute, die plötzlich eine Ausnahmesituation meistern müssen. Arno Strobel versteht es meisterhaft, mit einem knackigen, schnörkellosen Stil Spannung aufzubauen, die einen nicht mehr loslässt. Ich habe regelrecht mitgefiebert, wie aus einem vermeintlich harmlosen Trip ein klares Wettlauf-gegen-die-Zeit-Szenario wird. Besonders cool: Der Einsatz des GPS-Trackers als moderner Dreh- und Angelpunkt, der eine unerwartete Dimension ins Psychospiel bringt.
Klar, manchmal fühlt sich die Geschichte ein kleines bisschen arg konstruiert an – und ein paar Wendungen haben mich kurz mit den Augen rollen lassen. Aber hey, so ein bisschen Nervenkitzel mit ein paar bekannten Thriller-Klischees kann man verzeihen, wenn die Spannung insgesamt so gut funktioniert. Gerade Fans von packenden Psychothrillern, die gerne schnell und zackig durch eine Story gezogen werden wollen, sind hier genau richtig.
Kurzum: Wer Lust auf einen spannenden Thriller hat, der mit gekonnter Psychospielerei und einem ordentlichen Tempo punktet, ist bei diesem Buch goldrichtig. Arno Strobel liefert hier solide Unterhaltung, die im Kopf bleibt – und das bis zur letzten Seite.
4 von 5 Sternen – eine perfekte Lektüre für ein intensives Wochenende mit Gänsehautgarantie!