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Erschienen:
2026-09-01
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Vater unser

Kritik

Schon die ersten Seiten von „Vater unser“ ziehen dich sofort in diese düstere, fast greifbar unheimliche Atmosphäre hinein – irgendwo zwischen nebligen Wäldern, geheimnisvollen Ritualen und einem Alltag, der plötzlich überlebt sein will. Volker Kutscher und Christian Schnalke bauen eine Geschichte auf, die dich nicht mehr loslässt, weil sie mit einer Mischung aus Spannung, Familienzwist und einem Schuss okkulter Geheimnisse arbeitet.

Im Zentrum steht Kurt, ein Schwebebahnfahrer aus Wuppertal, der panisch seine Tochter Nina aus einem schwarzen Kreis reißt – ein ernst gemeinter Eingriff in eine Welt, die er nicht versteht und vor der er sich zu fürchten scheint. Schnell wird klar: Hier geht es nicht nur um dunkle Rituale, sondern um tiefe Abgründe, Misstrauen und einen Kampf – gegen eine ungerechte Schuldzuweisung, gegen das Unfassbare, das zwischen den Menschen lauert. Die Figuren wirken, im Gegensatz zum mystischen Setting, erstaunlich greifbar und menschlich, was die Spannung enorm erhöht. Besonders Nina macht als junge Frau, die sich gegen den Strom stemmt, einen starken Eindruck.

Der Schreibstil ist schnörkellos, klar und mit einem guten Gespür für Tempo und Stimmungsschwankungen. Manchmal hätte ich mir etwas mehr innere Reflexion gewünscht, vor allem bei Kurt, dessen innere Zerrissenheit spannender hätte dargestellt werden können. Aber hey, das ist Meckern auf hohem Niveau – das Buch liefert schlichtweg richtig gute Unterhaltung mit einem düsteren, aber glaubwürdigen Plot.

Wer gerne Thriller mit einem Hauch Mystery liest, dabei Wert auf starke Charaktere und ein Setting legt, das mal anders ist als das Übliche, wird hier definitiv seinen Spaß haben. Etwas Nervenstärke sollte man allerdings mitbringen, denn die Geschichte ist nichts für Kuschelstunden.

Am Ende bleibt ein packender Thriller, der atmosphärisch punktet und mit einer Prise Überraschungen aufwartet. Kein Meisterwerk, aber solide Spannung, die man nicht so schnell weglegt.

4 von 5 Sternen – empfehlenswert für alle, die gerne tief eintauchen in düstere Geheimnisse und starke Figuren lieben.

Klappentext

In einem Wald irgendwo auf den Höhenzügen um Wuppertal wird eine nächtliche Schwarze Messe gefeiert: unheimliche Gesänge in der Dunkelheit, Fackelschein, Symbole auf dem Waldboden, Blut fließt. Doch anstatt des Teufels erscheint der Schwebebahnfahrer Kurt und zerrt seine Tochter Nina mit Gewalt aus dem Kreis der Satanisten. Ein paar Tage später entgeht Kurt nur knapp einem Brandanschlag auf seine Schwebebahn. Nur wenige Meter entfernt stirbt ein Mensch vor den Augen einer ganzen Kirchengemeinde. Die Schuldfrage scheint klar zu sein: Der Mörder kann nur Ninas Freund Erik sein. Gegen alle Widerstände kämpft das Mädchen allein, um die Unschuld ihres Freundes zu beweisen. Sie ahnt nicht, daß sie dabei dem Schuldigen auf die Spur kommt und in tödliche Gefahr gerät. Viel zu spät merkt Kurt, wie dringend sie seine Hilfe braucht.

FAQ

In einem Wald irgendwo auf den Höhenzügen um Wuppertal wird eine nächtliche Schwarze Messe gefeiert: unheimliche Gesänge in der Dunkelheit, Fackelschein, Symbole auf dem Waldboden, Blut fließt. Doch anstatt des Teufels erscheint der Schwebebahnfahrer Kurt und zerrt seine Tochter Nina mit Gewalt aus dem Kreis der Satanisten.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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