Alea Aquarius 10. Der Stern des Schicksals
Kritik
Man taucht direkt wieder ein in die tiefblaue, geheimnisvolle Welt von Alea Aquarius – und dieses Mal fühlt es sich richtig ernst an. Nach der Wiedervereinigung mit ihrer Zwillingsschwester Thea stecken Alea und ihre Freunde mitten in einer echten Krise, denn ein tödlicher Virus bedroht nicht nur die Nixen, sondern auch alle Magischen. Die Suche nach Antworten und Verbündeten führt die Gruppe in immer gefährlichere Gewässer. Spannung und das Gefühl von Zusammenhalt ziehen sich wie ein roter Faden durch die Handlung.
Alea als Hauptfigur ist gewohnt mutig und authentisch, man spürt ihre innere Zerrissenheit und gleichzeitig ihre Entschlossenheit auf jeder Seite. Thea und Lennox ergänzen den Cast charmant und bieten jeweils eigene Facetten, die die Geschichte lebendiger machen. Der Schreibstil von Tanya Stewner und Alea Aquarius ist wunderbar flüssig und lebendig, perfekt abgestimmt für junge Leser:innen, aber auch Erwachsene finden hier eine fesselnde Mischung aus Magie, Abenteuer und echten Emotionen. Besonders toll: Die ungekürzte Lesung von Laura Maire bringt eine wunderbar atmosphärische Note hinein – ihre Stimme verleiht den Charakteren viel Wärme und Persönlichkeit.
Klar, ein paar Handlungswendungen wirken etwas vorhersehbar, und mitunter hätte ich mir mehr Tiefe bei den Nebenfiguren gewünscht. Aber dafür lässt der Band keine Langeweile aufkommen – gerade im Finale geht es richtig rund. Für Fans von magischen Abenteuern mit einer guten Portion Herzschmerz und spannenden Wendungen ist „Der Stern des Schicksals“ definitiv ein Volltreffer.
Wer Lust auf eine mitreißende Reise unter Wasser hat, bei der Freundschaft und Mut ganz großgeschrieben werden, darf hier gerne reinspringen. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen – spannend, emotional, einfach ein würdiger Abschluss einer tollen Reihe.