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Autor:
Erschienen:
2014-09-20
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Grimmbart (Ein Kluftinger-Krimi 8)

Kritik

Schon beim Aufschlagen von „Grimmbart“ merkt man sofort, dass dieser Kluftinger-Band wieder eine Mischung aus urigem Allgäuer Charme, kniffligem Fall und familientauglicher Komik bietet – genau das, was die Fans lieben. Diesmal wird’s richtig düster: Kluftinger wird zu einem Schloss gerufen, wo die Frau des Barons in einer bizarren Pose gefunden wird, die an ein altes Gemälde erinnert. Was zunächst wie ein klassischer Mordfall aussieht, entwickelt sich schnell zu einem spannenden Puzzle, das tief in die geheimnisvolle Familiengeschichte eintaucht. Und der schlosseigene Märchenwald trägt sein Übriges zur mystischen Stimmung bei.

Die Figuren sind wieder großartig getroffen – allen voran unser Kommissar Kluftinger, der mit seiner Mischung aus bodenständiger Weisheit und liebenswertem Kauzigen einfach immer unterhält. Besonders schön ist die Nebenhandlung mit Kluftingers Sohn und seiner langjährigen Freundin Yumiko, deren Eltern aus Japan anreisen – das bringt eine frische, humorvolle Würze in die Geschichte und zeigt den Kommissar auch mal von einer sehr persönlichen Seite. Dr. Langhammer als ewiger Intimfeind und widerwilliger Helfer sorgt wie immer für amüsante Reibereien, die niemals langweilig werden.

Der Schreibstil der beiden Autoren Michael Kobr und Volker Klüpfel ist gewohnt schnörkellos, aber mit einer Prise feinem Humor gewürzt. Die Balance zwischen spannender Ermittlungsarbeit, kleinen Alltagsmomenten und komischen Zwischenfällen ist hervorragend getroffen. Dass dabei manchmal leichte Längen auftauchen, ist der umfangreichen Handlung geschuldet, stört aber kaum insgesamt.

Für alle, die Krimis mögen, bei denen die Atmosphäre mindestens genauso wichtig ist wie der Fall selbst, ist „Grimmbart“ eine gute Wahl – besonders, wenn sie Kluftinger schon kennen und schätzen. Wenn man allerdings auf durchgängig hohes Tempo oder knallharte Thrillereffekte hofft, könnte man hier etwas zu viel Gemütlichkeit finden.

Unterm Strich ein stimmiger, sympathischer Krimi mit Charakteren, die man gern begleitet, und einer Geschichte, die Lust macht auf mehr. Wer sich gerne von einem Krimi nicht nur fesseln, sondern auch warm ums Herz machen lässt, sollte hier unbedingt zugreifen.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Klappentext

Von seinem Intimfeind Langhammer überredet, fährt Kluftinger mitten in der Nacht zum Schloss in Bad Grönenbach, um nach dem Rechten zu sehen. Dort findet er die Frau des Barons ermordet vor: in grotesker Pose drapiert wie auf einem uralten Gemälde des Schlosses. Liegt die Lösung des Falls in der Familiengeschichte? Und warum verschwindet der Baron immer wieder im schlosseigenen Märchenwald? Große Aufregung auch bei Kluftinger zu Hause: Sein Sohn heiratet seine langjährige Freundin Yumiko, und zur Feier haben sich ihre Eltern aus Japan angekündigt. Da lässt es sich Dr. Langhammer natürlich nicht nehmen, dem Kommissar bei dieser kulturellen Herausforderung zu helfen.

FAQ

Von seinem Intimfeind Langhammer überredet, fährt Kluftinger mitten in der Nacht zum Schloss in Bad Grönenbach, um nach dem Rechten zu sehen. Dort findet er die Frau des Barons ermordet vor: in grotesker Pose drapiert wie auf einem uralten Gemälde des Schlosses.…

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