Literally in Love
Kritik
Manchmal reicht ein Funken Herzklopfen, um einem den Atem zu rauben – und genau so geht es einem bei „Literally in Love“. Teresa Sporrers Geschichte entführt dich in eine charmante Buchhandlung in Salzburg, wo Mina mit ihren heißen Monster-Romances und ihrem Alltag zwischen Freundinnen ziemlich zufrieden ist. Doch dann stolpert ihr neuer Chef Viktor, der mürrisch-charmante Neffe der Chefin, ziemlich unverhofft in ihr Leben – und in das Päckchen, das ihr pikantes Manuskript enthält.
Mina ist eine Figur, mit der man sich sofort verbunden fühlt: sympathisch, authentisch und ein bisschen chaotisch. Viktor hingegen bringt diesen rauen, aber verletzlichen Typus mit, der in der Realität wohl ziemlich schwer zu widerstehen wäre. Die chemische Spannung zwischen den beiden prickelt an jeder Ecke, und die Dialoge sind so locker-flockig geschrieben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen will. Sporrers Stil ist dabei angenehm bildhaft, ohne zu beschweren – perfekt für alle, die sich nach einer süßen Romanze sehnen, die gleichzeitig Spaß macht und keine Klischeefallen bedient.
Was ich besonders mochte? Die feine Balance zwischen Humor und dieser echten, verletzlichen Seite der Figuren. Das Fake-Dating-Szenario ist klischeehaft, klar, aber hier mit so viel Witz und Herz umgesetzt, dass es nicht nervt, sondern richtig Laune macht. Einzig manchmal hätte ich mir gewünscht, dass einige Nebenfiguren ein bisschen mehr Tiefe bekommen – da wäre noch mehr Leben drin gewesen. Aber das tut der Geschichte kaum Abbruch.
Kurz gesagt: Wenn du Lust auf eine süße, freche Liebesgeschichte hast, die mit Buchliebhabern um die Ecke denkt und dabei wunderbar bodenständig bleibt, dann ist „Literally in Love“ genau dein Ding. Drei, zweieinhalb Stunden Lesezeit, die Spaß machen und ein bisschen Herzschmerz mitbringen – wunderbar!
Bewertung: 4 von 5 Sternen.