Wenn dir das hier gefiel …
Höhenangst
Key Facts
Kritik
Als ich die ersten Seiten von Höhenangst aufschlug, hatte ich sofort dieses beklemmende Gefühl im Magen — nicht nur wegen der Berge, sondern wegen der Atmosphäre, die Nicci French hier aufbaut. Man wird regelrecht hineingezogen in eine Beziehung, die auf den ersten Blick alles verspricht und nach und nach Risse zeigt. Das liest sich wie ein vertraulicher Flüsterton, der irgendwann in einen Schrei kippt.
Worum es geht (kurz): Alice verliebt sich in Adam, einen charismatischen Extrembergsteiger. Was als leidenschaftliche Liebe beginnt, verwandelt sich nach der Hochzeit in ein Geflecht aus Zweifel und Angst. Alice beginnt, in Adams Vergangenheit zu graben und stößt auf ein dunkles Ereignis im Himalaya — und bald steht mehr auf dem Spiel als nur ihr Herz.
Die Figuren: Alice ist zugänglich und verletzlich, aber nicht hilflos; sie handelt, sie zweifelt, sie leidet — kurz: sie wirkt echt. Adam ist charmant, gefährlich und irgendwann kaum noch zu greifen. Die Dynamik zwischen den beiden ist das Herzstück des Romans: Es knistert, es drückt, und man fragt sich ständig, wie nah Liebe und Kontrolle beieinanderliegen. Die Nebenfiguren bleiben bewusst im Schatten, was die Konzentration auf das Paar verstärkt — manchmal fast zu sehr.
Der Stil: Nicci French schreibt klar, schnörkellos und sehr bildhaft, ohne zu überfrachten. Das Tempo ist meist knackig, die Spannung wird stetig hochgehalten. Besonders gelungen finde ich die psychologische Beobachtungsgabe — die kleinen Details, die eine Beziehung langsam vergiften, sind treffend beschrieben. Ab und zu schleicht sich ein vorhersehbarer Plotmoment ein, aber insgesamt funktioniert die Mischung aus Beziehungsdrama und Thriller sehr gut.
Kritik in aller Kürze: Manche Wendungen fühlen vertraut für Thriller-Leser:innen, und einige Nebenfiguren hätten mehr Tiefe vertragen. Das Ende zieht rasch an, statt alles behutsam aufzuschlüsseln — das hat mich kurz aus dem Lesefluss gerissen.
Fazit: Wer psychologische Spannung mag, die sich in einer Beziehung entzündet und langsam eskaliert, wird hier gut unterhalten. Keine bahnbrech
Klappentext
Es ist Liebe auf den ersten Blick, als Alice dem Extrembergsteiger Adam begegnet. Erst nach der Heirat kommen Alice Zweifel, denn Adam überschreitet immer wieder Grenzen zwischen Leidenschaft und Gewalt. Als sie beginnt, in Adams Vergangenheit zu forschen, stößt sie auf ein furchtbares Unglück im Himalaya, bei der unter Adams Führung mehrere Teilnehmer auf mysteriöse Weise ums Leben kamen. Ein entsetzlicher Verdacht steigt in Alice auf, da scheint schon alles zu spät.