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Niemals geht man so ganz

Kritik

Manchmal erwischt einen ein Buch genau an der richtigen Stelle – „Niemals geht man so ganz“ von Andreas Izquierdo ist so ein Fall. Direkt auf den ersten Seiten knallt die Geschichte einen ins kalte Wasser, wenn Anna Schmidt in einer Sommernacht von einem Steg in die Ostsee springt und ihr Leben endet. Doch was dann folgt, ist alles andere als ein typischer Krimi: Mads Madsen, Trauerredner aus Leidenschaft, wird von Annas neunjähriger Tochter Tilly um Hilfe gebeten, die letzte Botschaft ihrer Mutter zu entziffern – ein Versprechen, das ihn auf eine Reise durch Geheimnisse und uneingestandene Wahrheiten schickt.

Die Handlung zieht einen schnell in den Bann, weil sie wunderbar zwischen Melancholie, Ernsthaftigkeit und einer Prise Humor balanciert. Die Figuren sind dabei das Herzstück: Mads mit seiner einfühlsamen Art, seinem exzentrischen Vater und dem lebhaften besten Freund, der als Bestatter für kleinen, aber feinen Humor sorgt, wirken so greifbar, dass man sie sofort ins Herz schließt. Hauptkommissarin Mills bringt die nötige Härte ins Spiel, bleibt dabei aber nicht klischeehaft. Izquierdos Schreibstil ist angenehm leicht, aber keineswegs oberflächlich – die ernsten Themen rund um Verlust, Trauer und Familiengeheimnisse werden sensibel und glaubwürdig behandelt.

Was mir besonders gefallen hat? Der Aufbau der Geschichte, der nie die Luft rausnimmt und bei dem man in jeder Szene spürt, wie präzise und liebevoll Izquierdo seine Figuren entwickelt. Die Mischung aus Spannung und emotionalem Tiefgang funktioniert klasse. Klar, manchen Momenten fehlt vielleicht der letzte Nervenkitzel, und wenn das Buch an manchen Stellen etwas mehr Tempo hätte, wäre es perfekt. Aber das nimmt dem Lesespaß kaum etwas.

Wer auf Krimis mit Herz und Tiefgang steht, die nicht nur auf Blut und Action setzen, sondern auch Raum für Gefühle und unverhoffte Freundschaften lassen, der findet hier genau das Richtige. „Niemals geht man so ganz“ ist keine reine Thriller-Kost, sondern eher ein fein geschliffener Roman mit Ermittlervibe und emotionalem Punch.

Kurz und knapp: Ein echter Geheimtipp für alle, die mehr wollen als klassische Krimi-Kost. Vier von fünf Sternen, weil das Buch durch Charaktertiefe und die glaubwürdige Erzählweise überzeugt – und weil man beim Lesen das Gefühl nicht loswird, dass es noch mehr von Mads und Tilly zu entdecken gibt.

Klappentext

Glücksburg an der Ostsee. In einer hellen Sommernacht stürzt sich Anna Schmidt vom Steg ins Meer – Trauerredner Mads Madsen kann sie nicht retten. Kurz darauf steht ihre neunjährige Tochter Tilly vor ihm. Ihre Mutter hat ihr eine letzte Botschaft hinterlassen. Nur weiß niemand, wie sie lautet. Mads verspricht, es herauszufinden, schließlich ist er der Mann der letzten Worte. Doch je tiefer er in Annas Vergangenheit eindringt, desto mehr Ungereimtheiten entdeckt er. Bald wird klar: Anna Schmidt ist einer gefährlichen Wahrheit zu nahe gekommen. Mads lässt Tilly nicht allein, und er begreift: Sie stecken beide in einem Spiel, dessen Regeln sie nicht kennen – und dessen Einsatz immer höher wird. Hauptkommissarin Mills, die sonst vor keinem Konflikt zurückschreckt, kann ihm nicht helfen. Die Akte ist gesperrt, der Fall wird ihr entzogen. Unterstützt von seinem exzentrischen Vater und seinem besten Freund, einem passionierten Bestatter, sucht Mads weiter nach der Wahrheit und nach der Botschaft, die Anna ihrer Tochter hinterlassen hat. Denn sie ist der Schlüssel zu allem. Band 1: Über die Toten nur Gutes Band 2: Niemals geht man so ganz

FAQ

Glücksburg an der Ostsee. In einer hellen Sommernacht stürzt sich Anna Schmidt vom Steg ins Meer – Trauerredner Mads Madsen kann sie nicht retten.…

Was mir besonders gefallen hat? Der Aufbau der Geschichte, der nie die Luft rausnimmt und bei dem man in jeder Szene spürt, wie präzise und liebevoll Izquierdo seine Figuren entwickelt. Die Mischung aus Spannung und emotionalem Tiefgang funktioniert klasse.

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Ein paar passende Treffer aus unseren Empfehlungen: Ausgerechnet Sylt, Vergessenes Sylt, Brennendes Sylt, Eiskaltes Sylt.

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