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Erschienen:
2026-07-27
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Ist doch schön hier

Kritik

Manchmal reicht ein einziger Satz, um einen Roman komplett in seinen Bann zu ziehen – „Ist doch schön hier“ hat genau diesen Sog, der einen einfach nicht mehr loslässt. Miriam Burdelski entführt uns in eine Reise, die weit mehr ist als nur eine Fahrt durch alte ostpreußische Landschaften. Im Mittelpunkt stehen Liesel und ihre Großmutter Emmi, deren gemeinsame Suche nach Antworten und Familiengeheimnissen ganz ruhig und doch unheimlich tiefgründig erzählt wird.

Die Geschichte spielt mit Erinnerungen und verwebt Vergangenheit und Gegenwart auf so eine Weise, dass man förmlich die vergilbten Kalenderseiten und den salzigen Wind an der Ostsee spürt. Liesel ist eine Figur, die man schnell ins Herz schließt – authentisch, nachdenklich und voller leiser Emotionen. Emmis Schweigen und ihre kleinen Gesten sprechen Bände, ohne dass Burdelski große Worte braucht. Der Schreibstil ist dabei angenehm unaufdringlich, fast schon filmisch, was das Lesen zum Genuss macht und die Stimmung wunderbar einfängt.

Was mir besonders gefallen hat? Die tiefe Menschlichkeit, die sich durch das ganze Buch zieht, ohne dabei kitschig zu werden. Es geht um Vergeben, darum, sich selbst und andere zu verstehen, und um den Wunsch, irgendwo wirklich anzukommen – ganz egal, ob das ein Ort oder Menschen sind. Dass „Heimat“ viel mehr ist als eine geografische Größe, macht der Roman ganz klar. Ein bisschen hat das Ganze für meinen Geschmack an manchen Stellen fast zu viel gewollt und hätte hier und da etwas knackiger erzählt sein können, aber das trübt den Gesamteindruck kaum.

Wer Lust auf eine feinfühlige, kraftvolle Geschichte hat, die zum Nachdenken anregt und dabei trotzdem leicht zu lesen ist, der wird an „Ist doch schön hier“ seine Freude haben. Ein Buch, das Wärme schenkt und einen mit einem guten Gefühl zurücklässt.

4 von 5 Sternen – ein Stück Heimat fürs Herz.

Klappentext

Ein zutiefst berührender Roman über das Erinnern, das Vergeben und die Sehnsucht, irgendwo anzukommen.

Als Liesel ihre Großmutter Emmi auf eine Reise in die ehemalige Provinz Ostpreußen begleitet, sucht sie mehr als nur einen Ort – sie sucht Antworten. Antworten auf die Fragen, die zwischen den Generationen stehen, auf die Geheimnisse, die sich in vergilbten Kalendern und in Emmis Schweigen verstecken. Zwischen Birkenalleen, alten Gutshäusern und dem Rauschen der Ostsee entfaltet sich eine Geschichte von Verlust und Hoffnung, von Schuld und Liebe. Doch je näher Liesel der Vergangenheit kommt, desto deutlicher spürt sie: Heimat ist kein Ort, den man auf der Landkarte findet. Heimat sind die Menschen, die bleiben, wenn alles andere verschwindet.

Ungekürzte Lesung mit Maximiliane Häcke
9h 52min

FAQ

Ein zutiefst berührender Roman über das Erinnern, das Vergeben und die Sehnsucht, irgendwo anzukommen.Als Liesel ihre Großmutter Emmi auf eine Reise in die ehemalige Provinz Ostpreußen begleitet, sucht sie mehr als nur einen Ort – sie sucht Antworten. Antworten auf die Fragen, die zwischen den Generationen stehen, auf die Geheimnisse, die sich in vergilbten Kalendern und in Emmis Schweigen verstecken.…

Was mir besonders gefallen hat? Die tiefe Menschlichkeit, die sich durch das ganze Buch zieht, ohne dabei kitschig zu werden. Es geht um Vergeben, darum, sich selbst und andere zu verstehen, und um den Wunsch, irgendwo wirklich anzukommen – ganz egal, ob das ein Ort oder Menschen sind.

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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