Das kleine Café in Kopenhagen
Kritik
Manchmal braucht es nur ein kleines Café und eine Prise Süße, um den tristen Alltag einfach mal ordentlich aufzumischen – genau das liefert Julie Caplin mit „Das kleine Café in Kopenhagen“. Schon nach den ersten Seiten spürt man das gemütliche Flair der dänischen Hauptstadt und die Wärme, die zwischen den Zeilen pulsiert.
Im Mittelpunkt steht Kate, eine sympathische PR-Frau, die eine chaotisch-komische Pressereise organisiert. Mitten im bunten Durcheinander trifft sie auf Ben, einen zynischen Journalisten, der Hygge für totalen Quatsch hält und eher die großen Weltprobleme anprangern würde. Klar, dass bei den beiden die Funken fliegen – aber auf eine Art, die man trotzdem mit einem Lächeln liest. Die Figuren sind herrlich authentisch – kein seelenloses Hollywood-Klischee, sondern lebendige Charaktere, die man einfach ins Herz schließen möchte.
Julie Caplins Schreibstil ist locker, humorvoll und überraschend warmherzig, ohne dabei zu dick aufzutragen. Ihre genaue Beobachtung des dänischen Lebensstils bringt viel Lokalkolorit ins Buch, was richtig Spaß macht – man fühlt sich fast, als würde man selbst durch Kopenhagens Kopfstraßen schlendern und dabei einen kleinen Zimtschnecken-Duft schnuppern.
Klar, das Ganze ist keine literarische Offenbarung und hier und da fließt die Handlung vielleicht etwas zu vorhersehbar dahin. Wer auf tiefgreifende Dramen oder aufregende Plot-Twists hofft, könnte hier ein bisschen zu kurz kommen. Aber mal ehrlich: Manchmal will man genau das nicht, sondern etwas, das leicht und entspannt die Zeit vertreibt.
Fazit: Dieses Buch ist perfekt für alle, die Lust auf eine süße, charmante Liebesgeschichte mit Herz und dänischem Flair haben. Ideal für gemütliche Nachmittage auf dem Sofa oder den nächsten Kopenhagen-Urlaub als Lese-Vorgeschmack. Ich gebe „Das kleine Café in Kopenhagen“ solide 4 von 5 Sternen – weil es einfach Spaß macht und gute Laune garantiert.