Cover Das Haus am Deich - Fremde Ufer - Das Haus am Deich, Band 1 (Ungekürzt)
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Autor:
Erschienen:
2024-01-26
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Das Haus am Deich - Fremde Ufer - Das Haus am Deich, Band 1 (Ungekürzt)

Kritik

„Das Haus am Deich – Fremde Ufer“ von Regine Kölpin: Eine Geschichte, die das Herz berührt

Wer schon einmal den salzigen Wind an der Nordsee gespürt hat, weiß: Dort draußen liegt nicht nur das Meer, sondern auch eine große Portion Sehnsucht nach Heimat und Neubeginn. Regine Kölpins Roman „Das Haus am Deich – Fremde Ufer“ hat mich genau dort abgeholt – inmitten von Flucht, Verlust und der Suche nach einem sicheren Hafen.

Die Geschichte spielt in der unmittelbaren Nachkriegszeit und erzählt von Frida, die mit ihren Eltern aus Stettin fliehen musste, und ihrer Kindheitsfreundin Erna. Beide Frauen sind auf unterschiedliche Weise auf der Suche nach Halt in einer Welt, die alles andere als einfach ist. Frida träumt von einer Karriere als Pianistin, doch harte Arbeit auf einem Bauernhof lässt ihre Träume in weite Ferne rücken. Erna hat selbst mit Familienproblemen und einer ungewissen Zukunft zu kämpfen. Das kleine Haus am Deich wird zum Symbol für Hoffnung, Zugehörigkeit und neue Chancen.

Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist Regine Kölpins lebendiger Schreibstil. Sie schafft es, die raue Nordsee-Atmosphäre, das Meerrauschen und die innere Zerrissenheit ihrer Figuren so eindringlich zu vermitteln, dass man beim Lesen das Gefühl hat, selbst auf dem Deich zu stehen – mit klammen Fingern und einem Herzen voller Hoffnung. Die Charaktere sind wunderbar vielschichtig und authentisch, man spürt ihre Verletzlichkeit und gleichzeitig ihre Stärke. Gerade die Freundschaft zwischen Frida und Erna wird so warm und ehrlich beschrieben, dass man sofort mitfiebert.

Klar, an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht – vor allem, weil die Erzählung sehr detailverliebt ist. Für Leser:innen, die es eher knackig mögen, könnte das zum kleinen Stolperstein werden. Auch die sehr düstere Grundstimmung wird nicht durchgehend aufgelockert, was manchen zu schwer sein könnte.

Fazit: Wer Geschichten liebt, die tief gehen, mit emotionaler Kraft und historischer Tiefe überzeugen und dabei eine Prise norddeutsche Seele versprühen, macht mit „Das Haus am Deich – Fremde Ufer“ absolut nichts verkehrt. Ein ideales Buch für alle, die eine bewegende Familiengeschichte mit authentischen Figuren suchen.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Ein solides, emotionales Debüt der Trilogie, das Lust auf mehr macht – auch wenn es stellenweise ein wenig Zeit braucht, um richtig Fahrt aufzunehmen.

Klappentext

Salzige Luft, Meeresrauschen, der Ruf der Möwen In ihrem Roman "Das Haus am Deich - Fremde Ufer" erzählt SPIEGEL-Bestsellerautorin Regine Kölpin die Geschichte zweier ungleicher Freundinnen. Inspiriert von der Geschichte ihrer eigenen Familie geht es in diesem 1. Band der dreiteiligen Saga um die Jahre 1947 - 1950, um Flucht, Neuanfang und Suche nach Heimat. 1947: Nach einer dramatischen Flucht aus Stettin findet die junge Frida mit ihren Eltern in der Wesermarsch Zuflucht - Heimat ist es nicht. Um zu überleben, muss die Familie auf einem Bauernhof hart arbeiten; Fridas Traum, Pianistin zu werden, rückt in weite Ferne. Auch ihre Kindheitsfreundin, die Anwaltstochter Erna, kann ihr nicht helfen. Denn auch sie tut sich schwer, in Norddeutschland anzukommen, und findet zudem bei ihren Eltern keinen Halt, als sie unehelich schwanger wird. Erst ein kleines Haus direkt am Deich bringt Hoffnung - auf Wärme, Zugehörigkeit, ja sogar eine neue Heimat! Vor der atmosphärischen Kulisse Norddeutschlands entfaltet sich in "Das Haus am Deich" das Schicksal zweier Frauen und ihrer Familien: wahrhaftig, atmosphärisch und bewegend!

FAQ

Salzige Luft, Meeresrauschen, der Ruf der Möwen In ihrem Roman "Das Haus am Deich - Fremde Ufer" erzählt SPIEGEL-Bestsellerautorin Regine Kölpin die Geschichte zweier ungleicher Freundinnen. Inspiriert von der Geschichte ihrer eigenen Familie geht es in diesem 1.…

besonders gefallen hat, ist Regine Kölpins lebendiger Schreibstil. Sie schafft es, die raue Nordsee-Atmosphäre, das Meerrauschen und die innere Zerrissenheit ihrer Figuren so eindringlich zu vermitteln, dass man beim Lesen das Gefühl hat, selbst auf dem Deich zu stehen – mit klammen Fingern und einem Herzen voller Hoffnung.

Wer Geschichten liebt, die tief gehen, mit emotionaler Kraft und historischer Tiefe überzeugen und dabei eine Prise norddeutsche Seele versprühen, macht mit „Das Haus am Deich – Fremde Ufer“ absolut nichts verkehrt. Ein ideales Buch für alle, die eine bewegende Familiengeschichte mit authentischen Figuren suchen.

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